Der 14. Februar steht wieder im Zeichen der Liebe. Paare schenken sich Blumen, Pralinen oder kleine Aufmerksamkeiten – und auch in Wismar ist der Valentinstag längst ein fester Termin im Jahreskalender. Ein kompakter Überblick über Herkunft, Traditionen und aktuelle Trends.
Mythos und Geschichte
Der Valentinstag geht auf den Heiligen Valentinus zurück. Der Legende nach traute der römische Priester im 3. Jahrhundert Paare trotz eines Verbots und verschenkte Blumen aus seinem Garten. Für seinen Ungehorsam wurde er am 14. Februar hingerichtet. Erst im Mittelalter erhielt der Tag seine romantische Bedeutung, als englische Dichter wie Geoffrey Chaucer den 14. Februar literarisch zum Tag der „höfischen Liebe“ erklärten.
Wie der Valentinstag nach Deutschland kam
In Deutschland wurde der Valentinstag erst nach dem Zweiten Weltkrieg populär. US‑Soldaten brachten den Brauch mit, und 1950 fand in Nürnberg der erste „Valentinsball“ statt. Bis heute gehören Blumen – allen voran rote Rosen – zu den Klassikern. Auch Pralinen und kleine Geschenke bleiben beliebt, während Lebkuchenherzen mit Botschaften eine typisch deutsche Besonderheit darstellen.
Wie sehr feiern die Deutschen?
Die Begeisterung für den Valentinstag ist geteilt, wirtschaftlich aber bleibt er ein Schwergewicht. Jedes Jahr geben die Deutschen laut Handelsverband rund 1,3 Milliarden Euro für Geschenke aus. Etwa die Hälfte der Menschen feiert den Tag, während andere ihn als zu kommerziell empfinden und bewusst darauf verzichten. Vor allem jüngere Paare setzen zunehmend auf gemeinsame Erlebnisse wie Restaurantbesuche statt klassischer Präsente.
Valentinstag in Wismar
Wer heute noch spontan Blumen sucht, wird in der Altstadt und am Markt fündig, denn viele Floristen haben zum Valentinstag länger geöffnet. Die Gastronomie in der Innenstadt ist für den Samstagabend nahezu vollständig ausgebucht – viele Reservierungen wurden bereits Wochen im Voraus vorgenommen.