In der ehemaligen Getränkefabrik Wismaria in Wismar hat es erneut gebrannt. In der Nacht bemerkten Anwohner gegen 02.00 Uhr Flammen in der bereits schwer beschädigten Brandruine und alarmierten die Feuerwehr. Die Polizei geht erneut dem Verdacht der Brandstiftung nach. Die Berufsfeuerwehr Wismar und eine Freiwillige Feuerwehr rückten aus, um den Brand zu bekämpfen. Gegen 04.00 Uhr war der Einsatz beendet. Das bestätigte eine Sprecherin der Rettungsleitstelle. Verletzt wurde niemand.
Nach ersten Erkenntnissen war das neue Feuer an einer anderen Stelle des Gebäudes ausgebrochen. Damit könnte es sich um einen neuen Brandherd handeln und nicht um ein erneut aufgeflammtes Glutnest. Die genaue Brandursache soll im Laufe des Tages untersucht werden.
Großbrand zerstörte historische Fabrik am Sonntag
Bereits am Sonntagnachmittag war in der ehemaligen Getränkefabrik ein verheerender Großbrand ausgebrochen. Gegen 16.00 Uhr wurde die Feuerwehr alarmiert, nachdem eine weithin sichtbare Rauchsäule über Wismar aufgestiegen war. Die Flammen breiteten sich im obersten Stockwerk der ehemaligen Malzfabrik aus. Zeitweise kämpften bis zu 150 Feuerwehrleute gegen das Feuer. Erst am späten Sonntagabend konnten die Einsatzkräfte den Brand löschen. Die Schäden am historischen Gebäude sind erheblich. Während der Löscharbeiten stürzten bereits Gebäudeteile ein. Das Dach und die Zwischendecken wurden vollständig zerstört.
Feuerwehr musste immer wieder Glutnester löschen
Auch in den Tagen nach dem Großbrand kam die Feuerwehr nicht zur Ruhe. Immer wieder flammten Glutnester in der Ruine auf. Noch am Mittwochmorgen kontrollierten Einsatzkräfte das Gebäude und löschten kleinere Brandstellen. Der erneute nächtliche Einsatz sorgt nun für weitere Fragen. Ob tatsächlich wieder jemand vorsätzlich Feuer gelegt hat, müssen die Ermittlungen der Polizei klären.