Dr. Rosemarie Wilcken, ehemalige Bürgermeisterin der Hansestadt Wismar (1990–2010) und langjährige Vorstandsvorsitzende der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, gilt als eine der wichtigsten Initiatorinnen für den geplanten Wiederaufbau der „Alten Schule“ am Marienkirchplatz. Ihr Engagement für das Projekt ist eng mit ihrem jahrzehntelangen Einsatz für den Erhalt des historischen Stadtbildes verbunden.
Einsatz für ein geschlossenes Welterbe-Ensemble
Seit Jahren setzt sich Wilcken dafür ein, dass die verbliebenen Ruinenreste der „Alten Schule“ nicht länger als Bruchstelle im Welterbe-Ensemble wirken. Für sie ist der Wiederaufbau ein notwendiger Schritt, um die städtebauliche Lücke zu schließen und die historische Struktur des Marienkirchplatzes wieder erfahrbar zu machen.
Vision eines Zentrums für Backsteinbaukunst
Wilcken verbindet mit dem Projekt eine klare inhaltliche Idee: Die „Alte Schule“ soll zu einem Zentrum der Backsteinbaukunst werden, das die Baugeschichte Wismars und der Region sichtbar macht. Damit knüpft sie an ihre langjährige Arbeit im Denkmalschutz an, in der sie immer wieder die Bedeutung der norddeutschen Backsteingotik betont hat.
Erfahrung aus dem Welterbe-Prozess
Als Ehrenbürgerin der Stadt und eine der prägenden Persönlichkeiten hinter der UNESCO‑Welterbe‑Ernennung im Jahr 2002 bringt Wilcken ein weitreichendes Netzwerk und große Expertise ein. Beides nutzt sie, um Akzeptanz, politische Unterstützung und Finanzierung für das Millionenprojekt zum 800. Stadtjubiläum zu sichern.
Für viele in der Stadtgesellschaft ist sie damit nicht nur eine Fürsprecherin, sondern die zentrale Motorin des Vorhabens – eine Rolle, die sie mit Beharrlichkeit und Überzeugung ausfüllt.