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Polizeiermittlungen nach Demonstrationen am Samstag in Wismar

Nach zwei Demonstrationen am Sonnabendnachmittag in Wismar, im Landkreis Nordwestmecklenburg, ermittelt die Polizei im rechtsextremen Umfeld. Die Beamten haben drei Ermittlungsverfahren eingeleitet: zwei wegen des Verdachts des Verstoßes gegen das Versammlungsgesetz und eines wegen des Verdachts der Volksverhetzung.

Demonstration der „Division Nord“

Zu einer der Demonstrationen hatte die sogenannte „Division Nord“ aufgerufen. Diese Gruppe wird unter Szenekennern als gewaltbereit und rechtsextrem eingestuft. Nach Angaben der Polizei nahmen etwa 70 Personen aus der rechten Szene an dieser Demonstration teil. Dabei wurden unter anderem homophobe Parolen gerufen. Die Ermittlungen der Polizei beziehen sich auf das Mitführen von Gegenständen, die als Schutzbewaffnung dienen könnten, sowie auf einen Teilnehmer, der einen volksverhetzenden Satz ausgerufen haben soll.

Gegendemonstration für Demokratie und Vielfalt

Parallel dazu fand eine zweite Versammlung unter dem Motto „Für Demokratie und Vielfalt und gegen rechte Aufmärsche“ statt. Diese Demonstration startete ebenfalls am Bahnhof und zog zum Marktplatz. Etwa 250 Menschen nahmen daran teil, um ein Zeichen gegen rechte Aufmärsche zu setzen.

Verlauf der Demonstrationen

Während der Demonstrationen kam es zu kurzzeitigen Verkehrseinschränkungen. Nach Angaben der Polizei verliefen jedoch beide Versammlungen gewaltfrei. Die friedliche Durchführung der Gegendemonstration betonte die Wichtigkeit von Demokratie und Vielfalt in der Gesellschaft und setzte ein starkes Zeichen gegen Extremismus.

Klarstellung zur Demonstration der Veranstalter

Um einige Missverständnisse im Zusammenhang mit der Demonstration am 26. Juli 2025 auszuräumen: In dem Artikel wurde erwähnt, dass die Demonstration von der „Division Nord“ initiiert wurde. Ich möchte als Veranstalter und Anmelder der Demonstration klarstellen, dass dies nicht zutrifft. Die Organisation der Demonstration wurde von der Freien Kameradschaft übernommen. Wir haben als Gruppe die Planung und Anmeldung eigenständig durchgeführt.

Es ist uns wichtig zu betonen, dass die „Division Nord“ versucht hat, die Demonstration für sich zu beanspruchen. Dies haben wir jedoch erfolgreich verhindert. Wir möchten ausdrücklich betonen, dass wir uns von der „Division Nord“ distanzieren. Diese Gruppe passt aus internen Gründen nicht zu uns, und wir möchten in keiner Weise mit ihr in Verbindung gebracht werden. Unsere Werte und Ziele unterscheiden sich deutlich von denen der „Division Nord“, teilt der Veranstalter mit.

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