Nach 35 Jahren im Dienst der Hansestadt Wismar ist Senator Michael Berkhahn in dieser Woche offiziell verabschiedet worden. In einer Feierstunde würdigten Vertreter aus Politik, Verwaltung und Stadtgesellschaft sein langjähriges Wirken – ein Wirken, das die Entwicklung Wismars seit der Nachwendezeit maßgeblich geprägt hat.
Drei Jahrzehnte Verantwortung für eine wachsende Stadt
Berkhahn trat Anfang der 1990er‑Jahre in die Verwaltung ein – in einer Phase, in der Wismar vor grundlegenden strukturellen Entscheidungen stand. In verschiedenen Funktionen, zuletzt als Senator für Bau, Wirtschaft und Ordnung, begleitete er zentrale Projekte der Stadtentwicklung. Dazu zählen die Modernisierung der Altstadt, der Ausbau der Hafeninfrastruktur, die Entwicklung neuer Gewerbeflächen sowie die städtebauliche Neuordnung ganzer Quartiere.
Unter seiner Verantwortung wurden zahlreiche Investitionsvorhaben angestoßen oder umgesetzt, die das heutige Stadtbild prägen. Auch die enge Verzahnung von Verwaltung, Wirtschaft und Stadtgesellschaft galt als Markenzeichen seiner Amtsführung.
Verlässlichkeit, Fachwissen und Kontinuität
Kolleginnen und Kollegen beschrieben Berkhahn bei seiner Verabschiedung als „verlässlichen Gestalter“, der komplexe Prozesse beharrlich vorangetrieben habe. Viele Entscheidungen der vergangenen Jahrzehnte – von der Hafenentwicklung bis zur Verkehrsplanung – tragen seine Handschrift. Dabei galt er als jemand, der Konflikte moderieren und unterschiedliche Interessen zusammenführen konnte.
Abschied mit Blick nach vorn
Mit dem Ausscheiden Berkhahns endet eine Ära, in der Wismar sich von einer strukturell herausgeforderten Hafenstadt zu einem wirtschaftlich stabilen Mittelzentrum mit wachsender touristischer Bedeutung entwickelt hat. Die Stadtverwaltung betonte, dass der Übergang geordnet vorbereitet wurde und die begonnenen Projekte fortgeführt werden.
Für Michael Berkhahn selbst beginnt nun ein neuer Lebensabschnitt – nach 35 Jahren, in denen er Wismars Entwicklung kontinuierlich begleitet und mitgestaltet hat.