Der Rückzug des Medizintechnik-Konzerns Eppendorf aus Wismar ist endgültig besiegelt. Wie im Januar 2026 bestätigt wurde, hat das Unternehmen seinen Produktionsstandort im Stadtteil Dammhusen verkauft. Damit endet ein Kapitel, das noch 2022 als großer Hoffnungsträger für die Region galt.
Gründe für den Rückzug
Eppendorf hatte die Produktion von Pipettenspitzen und Laborverbrauchsmaterialien erst 2022/2023 aufgenommen. Doch die Marktsituation im Life-Science-Sektor veränderte sich nach der Pandemie deutlich. Laut Unternehmensangaben führte eine starke Marktsättigung dazu, dass der Standort wirtschaftlich nicht mehr tragfähig war. Bereits Ende Juni 2024 wurde die Produktion gestoppt.
Ein Hoffnungsträger, der zum Symbol für Unsicherheit wurde
Als Eppendorf 2022 nach Wismar kam, galt die Ansiedlung als wichtiger Impuls nach der Werften-Pleite. Die Aussicht auf moderne Industriearbeitsplätze sorgte für Optimismus. Doch die Erwartungen erfüllten sich nicht: Die globale Nachfrage nach Laborprodukten normalisierte sich schneller als erwartet, wodurch das junge Werk kaum eine Chance hatte, sich langfristig zu etablieren.
Blick nach vorn
Mit dem Verkauf des Areals beginnt für Dammhusen eine neue Phase. Politik und Wirtschaft hoffen, dass der neue Investor frische Impulse setzt und das Gelände wieder produktiv genutzt wird. Für die Region bleibt entscheidend, ob sich daraus neue Beschäftigungsmöglichkeiten entwickeln.