Der Wohnungsmarkt in der Hansestadt Wismar bleibt angespannt. Seit dem 1. Januar 2026 ist der neue qualifizierte Mietspiegel 2026/2027 in Kraft – und er bestätigt, was viele Mieterinnen und Mieter bereits spüren: Die Mieten steigen weiter. Laut Dokument liegt die durchschnittliche Netto-Kaltmiete inzwischen bei 8,78 Euro pro Quadratmeter.
Deutliche Unterschiede je nach Lage
Der Mietspiegel zeigt eine breite Preisspanne, abhängig von Lage, Größe und Ausstattung der Wohnungen:
- In beliebten Wohnlagen können Vermieter durchschnittlich bis zu 10,57 Euro/m² verlangen.
- In günstigen Lagen beginnen die Mieten bei rund 7,33 Euro/m².
Auch unabhängige Marktanalysen bestätigen den Trend. Zu Beginn des ersten Quartals 2026 lag der durchschnittliche Quadratmeterpreis bei 10,91 Euro – ein Anstieg gegenüber 10,31 Euro im Vorjahresquartal.
Rechtssicherheit und digitaler Service
Der Mietspiegel wurde nach anerkannten wissenschaftlichen Standards erstellt und gilt als rechtssichere Grundlage für die Ermittlung der ortsüblichen Vergleichsmiete. Er spielt eine zentrale Rolle bei Mieterhöhungsverfahren und dient Gerichten als wichtiges Beweismittel.
Zur praktischen Anwendung stellt die Hansestadt Wismar einen Online-Mietspiegelrechner bereit. Nutzer können dort die zulässige Vergleichsmiete individuell berechnen – unter Berücksichtigung von Baujahr, Ausstattung und weiteren Wohnmerkmalen.
Debatten über Einhaltung der Vorgaben
Trotz klarer Regelungen wird in der Stadt derzeit diskutiert, ob alle Vermieter die Vorgaben des Mietspiegels konsequent einhalten. Der Deutsche Mieterbund Wismar und Nordwestmecklenburg e.V. beobachtet die Entwicklung aufmerksam und verweist auf die Bedeutung des qualifizierten Mietspiegels für einen fairen Wohnungsmarkt.
Ausblick bis 2027
Der Mietspiegel gilt bis zum 31. Dezember 2027. Um seinen qualifizierten Status zu behalten, soll er weiterhin alle zwei Jahre aktualisiert werden – ein notwendiger Schritt angesichts der dynamischen Entwicklung auf dem Wismarer Wohnungsmarkt.