Die Restaurierung der „Wissemara“, der beliebten Poeler Kogge und eines der wichtigsten maritimen Aushängeschilder der Hansestadt Wismar, dauert länger als ursprünglich geplant. Das historische Schiff muss weiterhin in der Werft bleiben, nachdem bei den laufenden Arbeiten zusätzliche Schäden festgestellt wurden. Für den Hafen und den Förderverein bedeutet die Verzögerung eine spürbare Belastung.
Unerwartete Schäden am Holzrumpf
Im Rahmen der routinemäßigen Instandsetzung traten gravierendere Mängel am Holzrumpf und an Teilen der Beplankung zutage. Diese Schäden waren vor Beginn der Arbeiten nicht absehbar und erfordern nun eine umfassendere Restaurierung. Die Werft bestätigte, dass die zusätzlichen Reparaturen deutlich mehr Zeit in Anspruch nehmen als vorgesehen.
Ein weiterer Grund für die Verzögerung ist der anhaltende Fachkräftemangel im traditionellen Schiffszimmererhandwerk. Für die komplexen Arbeiten an der Kogge werden hochspezialisierte Fachkräfte benötigt, deren Verfügbarkeit derzeit eingeschränkt ist. Dadurch verschiebt sich der ursprünglich geplante Fertigstellungstermin weiter nach hinten.
„Die Holzarbeiten durch die Bootsbauer an Bord kommen aktuell gut voran und die technischen Arbeiten, z. B. die Wartung des Bugstrahlruders, konnten erfolgreich abgeschlossen werden. Aufgrund der sehr kalten Temperaturen befindet sich zurzeit keine Crew an Bord. Witterungsbedingt verlängert sich unser Aufenthalt voraussichtlich bis zum 5. Februar, da der Bodden zugefroren ist und ein Auslaufen für uns nicht möglich ist.“ So jedenfalls heißt vom Verein selbst.