Der Wahlkampf in Wismar zeigt ein breites Spektrum an politischen Ansätzen. Acht Kandidatinnen und Kandidaten treten mit unterschiedlichen Schwerpunkten an – von sozialer Stadtpolitik über wirtschaftliche Entwicklung bis hin zu nachhaltiger Planung. Die wichtigsten Themenfelder im Überblick.
Soziales und gesellschaftlicher Zusammenhalt
Mehrere Bewerber rücken soziale Fragen in den Mittelpunkt. Horst Bartels (Einzelkandidat) warnt vor vernachlässigten Quartieren, zunehmendem Leerstand und wachsender Obdachlosigkeit. Er fordert mehr Präsenz der Stadt in Problemlagen. Horst Krumpen (Die Linke) setzt auf sozialen Wohnungsbau, faire Mieten und bessere Angebote für junge Menschen. Frank Junge (SPD) verbindet bezahlbares Wohnen mit einer stabilen sozialen Infrastruktur und mehr Bürgerbeteiligung. Manuela Medrow (AfD) betont Haushaltsdisziplin und warnt vor finanziellen Risiken, sieht aber zugleich Investitionsbedarf für den Wirtschaftsstandort.
Wirtschaft und Arbeitsplätze
Die wirtschaftliche Entwicklung der Stadt spielt für viele Kandidaten eine zentrale Rolle. Frank Junge (SPD) setzt auf langfristige Standortpolitik und gezielte Wirtschaftsförderung. Christoph Meister (CDU) möchte lokale Unternehmen stärken und Verwaltungsprozesse beschleunigen. Toni Brüggert (Bürger für Wismar) fordert mehr Freiräume für Gewerbetreibende und sieht die Innenstadt als wichtigen Wirtschaftsraum. Manuela Medrow (AfD) plädiert für Investitionen in regionale Unternehmen, mahnt jedoch zu finanzieller Vorsicht. Christian Danielczyk (Einzelkandidat) spricht allgemein von weniger Bürokratie und mehr Bürgerorientierung.
Stadtentwicklung und Wohnen
Beim Thema Stadtentwicklung zeigen sich deutliche Unterschiede. Horst Bartels (Einzelkandidat) kritisiert städtische Vernachlässigung und fordert mehr Einsatz gegen Leerstand. Frank Junge (SPD) setzt auf planbare Entwicklung und bezahlbaren Wohnraum. Horst Krumpen (Die Linke) fordert eine sozial orientierte Wohnraumpolitik. Christoph Meister (CDU) möchte die Innenstadt beleben und Modernisierung vorantreiben. Toni Brüggert (Bürger für Wismar) setzt ebenfalls auf Innenstadtentwicklung und mehr Flexibilität für Bürger und Gewerbe. Nils Jörn (BSW) verbindet nachhaltige Stadtentwicklung mit Stadtgrün und langfristigen Projekten wie dem 800‑Jahr‑Jubiläum.
Jugend, Kultur und Teilhabe
In diesem Bereich setzen vor allem drei Kandidaten Akzente. Horst Krumpen (Die Linke) fordert mehr Angebote für junge Menschen und stärkere soziale Teilhabe. Nils Jörn (BSW) betont kulturelle Identität, historische Verantwortung und die Vorbereitung des Stadtjubiläums 2030. Toni Brüggert (Bürger für Wismar) setzt auf bürgernahe Kommunikation und niedrigschwellige Beteiligung. Christian Danielczyk (Einzelkandidat) möchte Bürgerinnen und Bürger direkter einbinden.
Verwaltung und Bürgernähe
Mehrere Kandidaten sehen Reformbedarf in der Verwaltung. Christoph Meister (CDU) fordert effizientere Abläufe und schnellere Entscheidungen. Toni Brüggert (Bürger für Wismar) möchte Prozesse vereinfachen und mehr Handlungsspielräume schaffen. Christian Danielczyk (Einzelkandidat) setzt auf eine Verwaltung, die näher an den Menschen arbeitet. Frank Junge (SPD) verbindet Bürgerbeteiligung mit planbaren Verwaltungsstrukturen.
Finanzen und Haushalt
Die finanzielle Lage der Stadt spielt ebenfalls eine Rolle. Manuela Medrow (AfD) fordert strikte Haushaltsführung und warnt vor Risiken. Frank Junge (SPD) setzt auf Stabilität und langfristige Planung. Christoph Meister (CDU) sieht Effizienzgewinne durch Verwaltungsmodernisierung.
Umwelt, Nachhaltigkeit und Stadtgrün
Ökologische Themen werden vor allem von zwei Kandidaten betont. Nils Jörn (BSW) setzt auf nachhaltige Stadtentwicklung, Stadtgrün und ökologische Projekte. Horst Bartels (Einzelkandidat) thematisiert Problemzonen, die indirekt auch Umweltaspekte berühren. Horst Krumpen (Die Linke) verbindet soziale Stadtentwicklung mit nachhaltigen Elementen.