In Wismar steht nun fest, wer im Sommer offiziell zur Bürgermeisterwahl antreten darf. Der Gemeindewahlausschuss hat am Donnerstagabend im Rathaus alle acht eingereichten Bewerbungen zugelassen. Nach nur sieben Minuten war alles entschieden.
Acht Bewerber – so viele wie noch nie in Wismar. Bei der letzten Wahl waren es vier – alle hatten ihre Unterlagen übrigens fristgerecht bis zum Stichtag eingereicht. Doch wofür stehen die Kandidaten eigentlich?
Die Kandidaturen im Überblick
- Horst Bartels (Einzelbewerber): Der 75‑jährige Maschinenschlosser engagiert sich seit Jahrzehnten für soziale Themen. Er sieht dringenden Handlungsbedarf in vernachlässigten Quartieren, bei Leerstand und Obdachlosigkeit.
- Frank Junge (SPD): Der 58‑jährige Bundestagsabgeordnete und frühere Rathaussprecher setzt auf Stabilität, Wirtschaftsförderung, bezahlbares Wohnen und moderne Bildungs- und Sportinfrastruktur.
- Horst Krumpen (Die Linke): Der 59‑jährige Berufsoffizier a. D. tritt erneut an. Er fordert mehr sozialen Wohnungsbau und bessere Angebote für junge Menschen.
- Christoph Meister (CDU): Der 41‑jährige Rechtsanwalt will die Innenstadt beleben, Unternehmen stärken und eine pragmatischere Verkehrspolitik durchsetzen.
- Toni Brüggert (Bürger für Wismar): Der 35‑jährige Kita‑Leiter setzt auf wirtschaftliche Impulse für die Innenstadt und mehr Freiräume für Bürger und Unternehmen.
- Christian Danielczyk (Einzelkandidat): Der 40‑jährige Immobilienverwalter möchte „neuen Wind“ in die Stadt bringen und die Bürger stärker in Entscheidungen einbinden.
- Nils Jörn (BSW): Der 61‑jährige Leiter des Stadtarchivs kandidiert für das Bündnis Sahra Wagenknecht. Er wirbt für mehr Stadtgrün und eine optische Aufwertung Wismars.
- Manuela Medrow (AfD): Die 50‑jährige Diplom‑Ingenieurin fordert mehr Investitionen in den Standort Wismar und warnt vor finanziellen Risiken für die Stadt.