In der Gerichtslaube des Wismarer Rathauses ist vom 2. bis zum 16. März 2026 die Ausstellung „Wer braucht Feminismus?“ zu sehen – eine Schau, die bewusst mit alten Klischees bricht und den Blick auf die Vielfalt feministischer Anliegen richtet. Gezeigt werden Motive der gleichnamigen Kampagne, die seit mehr als einem Jahrzehnt Stimmen sammelt, die sich für Gleichstellung und gegen geschlechtsbezogene Diskriminierung einsetzen.
Stimmen aus zehn Jahren Kampagnenarbeit
Seit 2012 sind über 5000 persönliche Statements zusammengekommen, in denen Menschen aus ganz unterschiedlichen Lebensbereichen erklären, warum Feminismus für sie wichtig ist. Diese Aussagen bilden das Herzstück der Ausstellung. Sie zeigen, wie breit das Spektrum der Gründe ist – von Erfahrungen mit Ungleichbehandlung über strukturelle Benachteiligung bis hin zu gesellschaftlichen Erwartungen, die Frauen und Männer gleichermaßen betreffen. Die Ausstellung macht sichtbar, dass Feminismus längst kein Randthema mehr ist, sondern eine soziale Bewegung, die viele Facetten des Alltags berührt.
Ein Beitrag zum Imagewandel
Die Initiatorinnen der Kampagne wollen mit der Schau dazu beitragen, veraltete Vorstellungen von Feminismus zu überwinden. Statt Kampfbegriffen und Abgrenzung stehen persönliche Erfahrungen, Offenheit und Dialog im Mittelpunkt. Die Besucherinnen und Besucher sollen sich ein eigenes Bild davon machen, wie moderner Feminismus heute verstanden wird – als Einsatz für gleiche Rechte, gleiche Chancen und ein respektvolles Miteinander.
Offene Türen und begleitende Workshops
Der Eintritt zur Ausstellung ist frei. Ergänzend werden Workshops angeboten, die Raum für Austausch und vertiefende Gespräche bieten. Damit wird die Gerichtslaube für zwei Wochen zu einem Ort, an dem gesellschaftliche Fragen diskutiert und neue Perspektiven gewonnen werden können.