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Kreistag beschließt Millionenpaket: Nordwestmecklenburg investiert in Bildung, Infrastruktur und Verkehrswege

Gadebusch/Wismar. Der Kreistag von Nordwestmecklenburg hat auf seiner jüngsten Sitzung einen umfassenden Verteilungsplan über ein 25‑Millionen‑Euro‑Sondervermögen des Bundes verabschiedet. Das Paket soll dringend notwendige Sanierungen im gesamten Landkreis voranbringen und setzt klare Schwerpunkte bei der Bildungsinfrastruktur. Rund 14 Millionen Euro fließen direkt in regionale Schulstandorte. Zu den größten Empfängern gehören das Gerhart‑Hauptmann‑Gymnasium in Wismar sowie die Gymnasien in Grevesmühlen, Schönberg und Neukloster.

Auch die Erwachsenenbildung profitiert erheblich: Für die grundlegende Sanierung der Kreisvolkshochschule in Wismar wurden rund 3,5 Millionen Euro freigegeben. Die Summe deckt exakt die Hälfte der dort veranschlagten Gesamtkosten und ermöglicht einen umfassenden Modernisierungsschub für den traditionsreichen Standort.

Millionen für marode Kreisstraßen

Parallel dazu investiert der Landkreis massiv in die Verkehrsinfrastruktur. Sieben Millionen Euro sind fest für die Instandsetzung von zwölf Kreisstraßen eingeplant. Die Maßnahmen sollen die Verkehrssicherheit erhöhen und die teils stark beanspruchten Strecken im ländlichen Raum wieder auf ein zeitgemäßes Niveau bringen.

Noch größer könnte der finanzielle Spielraum für die Kommunen werden: Über die Verwendung weiterer 50 Millionen Euro, die direkt an Städte und Gemeinden weitergeleitet werden sollen, hat der Kreistag noch keine endgültige Entscheidung getroffen. Die Debatte darüber wird in den kommenden Wochen fortgesetzt.

Neue Verkehrsplanungen für Wismar

Flankiert wird die politische Diskussion im Landkreis derzeit von neuen Verkehrsüberlegungen rund um die Hansestadt Wismar. Um die historische Altstadt langfristig vom schweren Wirtschaftsverkehr zu entlasten, prüft die Verwaltung den Bau eines großen Autohofs mit Vorstaufunktion im Gewerbegebiet Kritzowburg am Ende der A14. Der Standort soll den Haffeld‑ und Hafenverkehr abfangen und die Innenstadt spürbar entlasten.

Geplant ist zudem ein Lkw‑Vorrangnetz, das Großfahrzeuge künftig über Ost‑, West‑ und Werfttangente um das Zentrum herumführt. Die Maßnahmen sollen die Verkehrsströme neu ordnen und die Altstadt vor zunehmenden Belastungen schützen.

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