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Nächste Phase am 38‑Millionen‑Euro‑Projekt Gerhart‑Hauptmann‑Gymnasium

Das 38‑Millionen‑Euro‑Projekt zur umfassenden Modernisierung des Gerhart‑Hauptmann‑Gymnasiums markiert einen tiefgreifenden Einschnitt für die regionale Schullandschaft. Nachdem das Vorhaben über Jahre durch planerische und bürokratische Verzögerungen ins Stocken geraten war, sind inzwischen die zentralen Weichen gestellt.

Der Kreistag hat Anfang Juli wesentliche Mittel aus dem Sondervermögen des Bundes freigegeben und damit die finanzielle Grundlage für die Modernisierung der Gymnasiallandschaft und insbesondere für das Wismarer Projekt geschaffen.

Unterricht seit zwei Jahren im Ausweichquartier

Die rund 520 Schülerinnen und Schüler sowie das Lehrerkollegium haben den historischen Standort in der Dahlmannstraße bereits vor zwei Jahren verlassen. Um auf dem Schulgelände uneingeschränkt bauen zu können, findet der Unterricht seitdem in einer eigens errichteten Container‑Schule unter anderem an der Erich‑Weinert‑Straße statt. Die Übergangslösung bleibt bis zur Fertigstellung des neuen Schulkomplexes bestehen.

Sanierung des Altbaus und Neubau eines Erweiterungsgebäudes

Das rund 6.200 Quadratmeter große Grundstück wird in den kommenden Jahren umfassend umgestaltet. Im Mittelpunkt steht das denkmalgeschützte Hauptgebäude aus dem Jahr 1905, das energetisch saniert und technisch vollständig erneuert wird. Der historische Charakter des Gebäudes soll erhalten bleiben, während im Inneren moderne Fachräume und digitale Infrastruktur entstehen.

Um den notwendigen Platz für alle Klassenstufen zu schaffen, wird das alte Kantinengebäude abgerissen. An seiner Stelle entsteht ein dreigeschossiger Erweiterungsbau, der sich in das bestehende Ensemble einfügt. Zusätzlich hat der Landkreis eine angrenzende Fläche von rund 3.000 Quadratmetern erworben, um künftig größere Außenbereiche für die Schülerinnen und Schüler zu schaffen.

Historische Bastion wird sichtbar gemacht

Eine Besonderheit des Projekts betrifft die Geschichte des Standorts. Im Zuge der Erdarbeiten wird die sogenannte Hannibal‑Bastion aus dem frühen 18. Jahrhundert topografisch wieder sichtbar gemacht. Die historische Struktur soll künftig im Außenbereich erlebbar sein und den Schulstandort um eine kulturhistorische Komponente erweitern.

Grundsteinlegung am 15. Juli

Nachdem zu Jahresbeginn die ersten Ausschreibungen und bauvorbereitenden Maßnahmen angelaufen sind, folgt nun der nächste große Schritt. Am Mittwoch, 15. Juli 2026, wird zum Beginn der Sommerferien der Grundstein für den Erweiterungsbau gelegt. Die Arbeiten am Neubau und die Modernisierung des Altbaus werden parallel koordiniert.

Nach aktuellem Zeitplan soll der erneuerte Schulkomplex im Jahr 2029 übergeben werden. Mit dem Umzug endet dann die Container‑Phase des Gerhart‑Hauptmann‑Gymnasiums.

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