Das 15. Internationale Straßentheaterfest BOULEV∙ART verwandelt die Hansestadt Wismar am Wochenende in eine große Bühne unter freiem Himmel. Die historische Altstadt wird drei Tage lang zur Kulisse für Kunst, Kultur und Begegnung. Künstler aus acht Nationen setzten die Gesetze der Schwerkraft und Logik außer Kraft und bringen Einheimische wie Gäste zum Staunen, Träumen und Lachen.
Inklusives Festival mit internationaler Beteiligung
Veranstaltet wird das Fest von der Lebenshilfe Kunst und Kultur gGmbH und der Hansestadt Wismar. Als inklusives Format vereinte es Kulturschaffende mit und ohne Behinderung. Insgesamt 28 Gruppen aus Belgien, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, den Niederlanden, Litauen, Spanien und Australien gestalteten das Programm. Schauspiel, Clownerie, Tanz, Akrobatik, Mitmachaktionen und Konzerte prägten die Atmosphäre in Straßen, Hinterhöfen und auf Plätzen. Auch lokale Künstler aus Wismar und der Region sind beteiligt.
Premiere für Bürgermeister Frank Junge
Für Wismars Bürgermeister Frank Junge war es die erste Festivaleröffnung in seiner Amtszeit. In seinem Grußwort zeigte er sich beeindruckt von der besonderen Stimmung in der Altstadt. Er dankte der Lebenshilfe Kunst und Kultur, den beteiligten Ensembles sowie den vielen Helfenden hinter den Kulissen. Junge wünschte dem Publikum überraschende und einzigartige Theatertage.
Walk‑Acts und Musik zum Auftakt
Der festliche Auftakt auf dem Marktplatz zog bereits am Freitagabend zahlreiche Besucher an. Schon vor der offiziellen Eröffnung um 20.00 Uhr stimmten mehrere Walk‑Acts das Publikum ein. Um 19.00 Uhr begann die niederländische Formation SuperBammer hinter dem Rathaus mit „Boris und die Baronin“. Um 19.15 Uhr folgte das deutsche Theater Dramaukles mit „Allfons der Ballonfahrer“. Ab 19.30 Uhr übernahm das walisische Hijinx Theatre mit „Crabulous!“ direkt auf dem Markt.
Nach den Eröffnungsworten startete um 20.30 Uhr das musikalische Programm. The Living Music Box aus Deutschland sorgte für den ersten Konzertmoment des Abends. Den atmosphärischen Abschluss setzte das französische Collectif La Méandre ab 21.30 Uhr mit dem Ciné‑Concert „Fantôme“, das den Marktplatz in ein nächtliches Open‑Air‑Kino verwandelte.