Auf der heutigen Bürgerschaftssitzung richtet Wismars neuer Bürgermeister Frank Junge erstmals das Wort an das Gremium. Nach fünf Wochen im Amt dankt er den Mitgliedern der Bürgerschaft und der Stadtverwaltung für die in den vergangenen Jahren geschaffenen Grundlagen. Junge betont, dass er sein Amt integrierend, offen und parteiübergreifend ausüben möchte. Bei allen politischen Diskussionen stehe das gemeinsame Ziel im Vordergrund, die Stadt Wismar weiter voranzubringen.
Rückblick auf einen starken Veranstaltungssommer
In seinem Bericht würdigt Junge den erfolgreichen Veranstaltungssommer. Ein besonderer Dank geht an Frank Dornbrach und den KUNO e.V. für die kostenfreien KiiZ‑Konzerte am Hopfenmarkt, die Handel und Gastronomie in der Altstadt belebt haben. Positiv hebt er zudem das 15. Internationale Straßentheaterfest BoulevART mit seinen inklusiven Angeboten sowie das 25. Schwedenfest hervor. Das Jubiläumsfest lockt rund 100.000 Besucher an, sorgt für ausgebuchte Beherbergungsbetriebe und bietet den Rahmen, die internationalen Beziehungen zu den Wismarer Partnerstädten weiter zu vertiefen.
Stadthalle besteht erste Bewährungsprobe
Auch die sanierte Wismarer Stadthalle steht im Fokus des Rückblicks. Ein vom TSG Wismar organisierter Handballtag mit dem Topspiel HSV Hamburg gegen Empor Rostock bildet die sportliche Feuertaufe der modernisierten Räumlichkeiten. Die nahezu ausverkaufte Veranstaltung bestätigt die Bedeutung der Stadthalle als multifunktionalen Ort für Sport und Kultur.
Millionenförderung für Feuerwache und St. Nikolai
Junge informiert über zwei bedeutende Förderzusagen des Landes. Ministerpräsidentin Manuela Schwesig übergibt einen Zuwendungsbescheid über 22 Millionen Euro aus Städtebaufördermitteln für den Neubau der Wismarer Feuerwache. Weitere 288.000 Euro fließen in die Restaurierung und Sicherung des mittelalterlichen Wandbildes Wurzel Jesse in der St. Nikolai Kirche. Beide Projekte gelten als zentrale Bausteine für die städtische Infrastruktur und den Erhalt des kulturellen Erbes.
Neuer Standort für die Wismarer Tafel
Nach intensiver Suche kann die Stadt eine Lösung für die Wismarer Tafel präsentieren. Die soziale Einrichtung findet künftig im Promenadencenter am Friedenshof neue Räumlichkeiten. Junge betont die Bedeutung der Tafel für das soziale Netz der Stadt und dankt allen Beteiligten für die schnelle und konstruktive Zusammenarbeit.