Das überregional bekannte Musikfestival Jamel rockt den Förster bei Gägelow geht im September 2026 in einer deutlich veränderten Form an den Start. Um auf die bevorstehende Landtagswahl in Mecklenburg‑Vorpommern am 20. September und die aktuellen politischen Entwicklungen zu reagieren, setzen die Initiatoren Birgit und Horst Lohmeyer in diesem Jahr verstärkt auf politische Bildung und den direkten Austausch. Das Festival auf dem Forsthof in Jamel soll zu einem intensiven Raum für Vernetzung und Empowerment der Zivilgesellschaft werden.
Workshops, Infostände und Beteiligung demokratischer Organisationen
Am 4. und 5. September wird das Programm massiv um Informationsstände und Workshops für Demokratie und Toleranz erweitert. Zahlreiche Organisationen, Kirchen, Gewerkschaften und Initiativen wie die Omas gegen Rechts beteiligen sich aktiv an der Gestaltung. Erstmals öffnet das Festival seine Türen auch für Infostände politischer Parteien aus dem demokratischen Spektrum. Für die Workshops sind feste Zeitfenster am Mittag und Nachmittag vorgesehen, bevor am späteren Tag das Bühnenprogramm beginnt.
Reduzierte Besucherzahl wegen zusätzlicher Angebote
Die inhaltliche Neuausrichtung hat praktische Auswirkungen auf die Logistik vor Ort. Da die zusätzlichen Workshop‑Zelte und Informationsstände erheblichen Platz beanspruchen, wird die Besucherkapazität reguliert. Statt der üblichen 3.500 Gäste stehen in diesem Jahr nur 2.500 Tickets zur Verfügung. Trotz des verkleinerten Rahmens verspricht Festivalgründerin Birgit Lohmeyer weiterhin exquisite Musik von namhaften Bands, deren Namen traditionell erst zum Veranstaltungstag bekanntgegeben werden.
Programmübersicht online verfügbar
Das vollständige Programm sowie eine Übersicht aller beteiligten Organisationen sind auf der Plattform forstrock.de einsehbar. Das Festival bleibt damit ein wichtiger Treffpunkt für Kultur, Engagement und demokratische Zivilgesellschaft in Nordwestmecklenburg.