Die Bürgerschaft der Hansestadt Wismar tagte am Donnerstag mehr als fünf Stunden im historischen Bürgersaal des Rathauses. Von 17.00 Uhr bis kurz nach 22.00 Uhr arbeiten die Abgeordneten eine umfassende Tagesordnung im öffentlichen Teil ab. Im Mittelpunkt standen städtebauliche Entscheidungen, Umweltfragen und Maßnahmen zur Barrierefreiheit.
Zustimmung zu Bebauungsplänen für Verwaltung und Einzelhandel
Ein Schwerpunkt lag auf der Stadtentwicklung. Die Bürgerschaft stimmte der Satzung zum Bebauungsplan „Sonstiges Sondergebiet Öffentliche Verwaltung und Feuerwehr – Poeler Straße/Ladestraße“ ungeändert zu. Damit wird die Modernisierung und Neuordnung des Areals rund um Verwaltung und Rettungsdienste ermöglicht.
Ebenfalls unverändert beschlossen wurde die zweite Änderung des Bebauungsplans Sondergebiet großflächiger Einzelhandel Hinter Wendorf. Der Entwurfs- und Auslegungsbeschluss ist damit auf den Weg gebracht.
Lärmaktionsplan Stufe 4 verabschiedet
Im Bereich Umwelt- und Anwohnerschutz setzt das Gremium ein deutliches Zeichen. Die Fortschreibung des Lärmaktionsplans der Hansestadt Wismar (Stufe 4) passiert den Bürgerschaftssaal ohne Änderungen. Der Plan bildet die Grundlage für künftige Maßnahmen zur Lärmminderung im Stadtgebiet.
Beschlüsse zu Wahlhelfern, Finanzen und Personal
Die Bürgerschaft verabschiedete die Aufwandsentschädigungen für die ehrenamtlichen Wahlhelferinnen und Wahlhelfer, die am 20. September in den Wahlvorständen tätig sein werden. Zudem wurden der Jahresabschluss 2025 der städtischen Seniorenheime festgestellt, eine Neubesetzung im Verwaltungsrat der Sparkasse Mecklenburg‑Nordwest vorgenommen und mehrere Spenden an die Stadt formell angenommen.
Barrierefreie Laufstrecke am Lohberg beschlossen
Ein Antrag zur Barrierefreiheit rückt den historischen Alten Hafen in den Fokus. Die Bürgerschaft gibt grünes Licht für die Einrichtung einer barrierefreien Laufstrecke am Lohberg. Der Beschluss erfolgt nach eingehender Beratung in abgeänderter Fassung. Ziel ist es, das Hafenareal künftig auch für mobilitätseingeschränkte Bürger und Gäste besser nutzbar zu machen.