Der PSV Wismar hat am Samstag ein deutliches Signal für den inklusiven Sport gesetzt. Gemeinsam mit dem Verband für Behinderten‑ und Rehasport Mecklenburg‑Vorpommern richtete der Verein den TalentTag Para‑Leichtathletik im frisch modernisierten HW‑Leasing‑Stadion aus.
Ziel der Veranstaltung war es, jungen Menschen mit Behinderung einen niedrigschwelligen Zugang zur Leichtathletik zu ermöglichen und die Vielfalt des Sports sichtbar zu machen.
Mitmach‑Stationen und Einblicke in den Leistungssport
Zwischen 9 und 13.30 Uhr konnten Kinder und Jugendliche mit körperlich‑motorischen oder sinnesbezogenen Einschränkungen an drei Mitmach‑Stationen ihre Fähigkeiten testen. Sprint, Weitsprung und Ballwurf standen im Mittelpunkt und boten den Teilnehmenden die Möglichkeit, sich ohne Leistungsdruck auszuprobieren.
Parallel dazu erhielten die jungen Sportlerinnen und Sportler Einblicke in das Training aktiver Kaderathleten. Die Nähe zum Leistungssport war bewusst Teil des Konzepts, um Motivation zu schaffen und Perspektiven aufzuzeigen.
Paralympics‑Siegerin Lindy Ave als Botschafterin
Ein besonderer Höhepunkt war die Teilnahme von Lindy Ave. Die Paralympics‑Siegerin von Tokio begleitete den TalentTag persönlich, gab praktische Tipps und suchte den direkten Austausch mit den Nachwuchssportlern. Gemeinsam mit dem Wismarer Talent Emma Klingbiel‑Warthun bildete sie im Vorfeld das Gesicht der Kampagne.
Ihre Präsenz verlieh der Veranstaltung zusätzliche Strahlkraft und unterstrich die Bedeutung des inklusiven Ansatzes.
Wichtiger Impuls für den Para‑Sport in der Region
Mit dem TalentTag gelang es dem PSV Wismar, seine traditionelle Leichtathletik‑Sparte erfolgreich für den paralympischen Bereich zu öffnen. Die Veranstaltung legte ein Fundament für den Abbau von Barrieren und stärkt die regionale Wahrnehmung des Para‑Sports. Für viele Teilnehmende war der Tag ein motivierender Einstieg in eine Sportart, die ihnen künftig neue Möglichkeiten eröffnen kann.