Die Hansestadt Wismar setzt ein deutliches Zeichen der Wertschätzung für das Ehrenamt. Bei der bevorstehenden Landtagswahl erhalten Wahlhelferinnen und Wahlhelfer eine höhere Aufwandsentschädigung. Die Bürgerschaft hat die Anpassung am Donnerstagabend beschlossen und liegt damit bewusst über den gesetzlich vorgeschriebenen Mindestsätzen. Ziel ist es, den Einsatz der Bürgerinnen und Bürger am Wahlsonntag finanziell besser zu honorieren.
Gestaffelte Erhöhung für alle Funktionen
Die neuen Sätze bringen allen Beteiligten spürbare Verbesserungen. Wahlvorsteher erhalten künftig 45 Euro, Stellvertreter 40 Euro und Beisitzer 35 Euro. Zuvor lagen die Beträge zwischen 25 und 35 Euro. Durch die Erhöhung kalkuliert die Stadtverwaltung mit zusätzlichen Kosten von rund 4.000 Euro für die Durchführung der Wahl.
Freiwillige für den 20. September weiterhin gesucht
Trotz der finanziellen Aufwertung ist die Organisation des Wahltags noch nicht vollständig gesichert. Laut Verwaltung haben sich bislang 286 Wahlhelfer angemeldet. Für einen reibungslosen Ablauf reicht diese Zahl jedoch nicht aus. Insgesamt müssen 28 Urnenwahllokale und acht Briefwahllokale besetzt werden. Die Stadt ruft daher alle wahlberechtigten Bürgerinnen und Bürger dazu auf, sich kurzfristig beim Wahlamt zu melden und das Ehrenamt zu unterstützen.