Rund zweieinhalb Wochen vor der Landtagswahl in Mecklenburg‑Vorpommern zeigt die aktuelle Forsa‑Umfrage vom 2. September 2026 eine weiterhin schwierige Ausgangslage. Die AfD bleibt mit 37 Prozent stabil stärkste Kraft. Die SPD unter Ministerpräsidentin Manuela Schwesig legt deutlich zu und erreicht 28 Prozent – ein Plus von fünf Punkten im Vergleich zur Februar‑Erhebung.
Linke und CDU verlieren Handlungsspielräume
Die Linke kommt unverändert auf 11 Prozent. Die CDU fällt auf 10 Prozent zurück und verliert damit drei Punkte. Die Grünen verbessern sich leicht auf 5 Prozent und würden knapp in den Landtag einziehen. Das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) liegt bei 4 Prozent und verpasst aktuell die Fünfprozenthürde. Die Sonstigen erreichen zusammen 5 Prozent.
Keine tragfähigen Mehrheiten in Sicht
Die Umfrage zeigt, dass das bisherige Regierungsbündnis aus SPD und Linken (39 Prozent) selbst mit den Grünen (5 Prozent) keine Mehrheit hätte. Auch andere rechnerische Konstellationen sind politisch blockiert: Eine Koalition aus SPD, Linken und CDU scheitert am Unvereinbarkeitsbeschluss der CDU gegenüber der Linken. Eine sogenannte Deutschland‑Koalition aus SPD, CDU und Grünen reicht rechnerisch nicht aus. Ein Bündnis aus AfD und CDU wird von der CDU‑Führung ausgeschlossen.
Debatte über Kurs der CDU
Laut Forsa wünschen sich 53 Prozent der Befragten, dass die CDU ihren Unvereinbarkeitsbeschluss gegenüber der Linken überdenkt. 29 Prozent der Befragten favorisieren ein Bündnis aus AfD und CDU – ein Szenario, das die CDU ebenfalls klar ablehnt. Die Umfrage verdeutlicht damit die angespannte Lage und die begrenzten Koalitionsoptionen im Vorfeld der Wahl.