Der frühere CDU‑Landesvorsitzende Eckhardt Rehberg lehnt eine Kooperation mit der AfD auch nach deren Wahlsieg in Sachsen‑Anhalt entschieden ab. Zwar halte er wenig vom Begriff „Brandmauer“, doch es gebe klare rote Linien. Dazu zählten die von der AfD geforderten Austritte aus EU und Nato sowie deren Russlandfreundlichkeit. Das Wertefundament der Union liege „meilenweit entfernt“ von der Ideologie der AfD, sagte Rehberg der Deutschen Presse‑Agentur.
Kritik an Bundesregierung – aber keine Rücktrittsforderung
Rehberg äußerte deutliche Kritik an der Bundesregierung, hält die jüngst laut gewordenen Rücktrittsforderungen gegenüber Bundeskanzler Friedrich Merz jedoch für verfrüht. Personaldebatten sollten erst nach den anstehenden Landtagswahlen geführt werden, betonte er. Am 20. September wird in Mecklenburg‑Vorpommern und Berlin gewählt. Die Diskussion dürfe sich zudem nicht allein auf Merz konzentrieren, sondern müsse das Auftreten der gesamten Regierung in den Blick nehmen.
Polarisierung als Treiber des AfD‑Erfolgs
Für das Erstarken der AfD macht Rehberg auch die zunehmende Polarisierung im Wahlkampf verantwortlich. Besonders kritisch sieht er die Strategie von Ministerpräsidentin Manuela Schwesig, die sich als einzige Möglichkeit darstelle, eine AfD‑Regierung zu verhindern. Diese Zuspitzung sei kontraproduktiv und trage zur Verschärfung der politischen Stimmung bei.