Die herbstliche Ruhe an der mecklenburgischen Ostseeküste ist vorerst vorbei. Für die Hansestadt Wismar und den gesamten Landkreis Nordwestmecklenburg wurde eine offizielle Sturmflut‑ und Unwetterwarnung herausgegeben. Das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie erwartet in der Nacht von Samstag auf Sonntag, 18. Oktober, die erste nennenswerte Sturmflut der Saison.
Anwohnerinnen und Anwohner sowie Besucherinnen und Besucher im Bereich des Wismarer Hafens und in tiefer gelegenen Küstenabschnitten werden aufgefordert, die Entwicklung der Wasserstände aufmerksam zu verfolgen und Vorsichtsmaßnahmen zu treffen.
Sturmflut und schwere Sturmböen
Neben dem steigenden Hochwasser warnt der Deutsche Wetterdienst vor schweren Sturmböen. An der westmecklenburgischen Küste können Windgeschwindigkeiten von bis zu 85 Kilometern pro Stunde auftreten. Das stürmische Wetter wird von einem großflächigen Regengebiet begleitet, das lokalen Dauerregen mit sich bringt. Innerhalb von rund zwölf Stunden sind Niederschlagsmengen zwischen 25 und 30 Litern pro Quadratmeter möglich.
Mögliche Auswirkungen in der Region
Durch die Kombination aus Sturm, Starkregen und drückendem Ostseewasser kann es zu lokalen Überflutungen kommen. Auf den Straßen der Region sind Verkehrsbehinderungen durch Aquaplaning, herabstürzende Äste oder kurzzeitige Sperrungen möglich. Die Feuerwehr und der Katastrophenschutz befinden sich in erhöhter Bereitschaft, um bei Bedarf schnell eingreifen zu können.
Lageentwicklung in den kommenden Stunden
Die Warnlage bleibt bis in den Sonntag hinein angespannt. Je nach Verlauf der Sturmflut und der Windrichtung können die Wasserstände im Wismarer Hafen deutlich ansteigen. Erst im Laufe des Sonntags wird mit einer allmählichen Entspannung gerechnet, sofern der Wind nachlässt und das Regengebiet ostwärts abzieht.