Nach den intensiven Schneefällen und dem abrupten Temperatursturz am vergangenen Wochenende bleibt die Verkehrslage in Wismar und im Landkreis Nordwestmecklenburg auch am Dienstagmorgen hochproblematisch. Schneematsch, überfrierende Nässe und anhaltender Dauerfrost haben viele Straßen in spiegelglatte Rutschbahnen verwandelt.
Zahlreiche Unfälle in der Region
In den vergangenen 48 Stunden registrierte die Polizei in Westmecklenburg eine deutliche Zunahme wetterbedingter Einsätze. Allein am Sonntag kam es zu dutzenden Glätteunfällen auf den Straßen des Landes. Besonders kritisch war die Situation auf der A 14 in Richtung Schwerin, die zeitweise wegen einer geschlossenen Eisschicht voll gesperrt werden musste.
Dauerfrost verwandelt Nebenstraßen in „Packeis“
Trotz des Dauereinsatzes des Entsorgungs- und Verkehrsbetriebs Wismar (EVB) warnen Experten vor weiterhin tückischen Stellen. Bei Temperaturen um –3 Grad und gefühlten –7 Grad gefriert liegengebliebener Schneematsch sofort zu hartem Eis. Besonders Nebenstraßen und ungestreute Gehwege in Wismar sind am heutigen Dreikönigstag vielerorts noch extrem glatt.
Polizei kontrolliert Wintertauglichkeit der Fahrzeuge
Die schwierige Wetterlage fällt mit dem Start der landesweiten Kontrollaktion „Fahren.Ankommen.LEBEN!“ zusammen. Ab heute achtet die Polizei verstärkt auf den technischen Zustand der Fahrzeuge. Neben funktionierender Beleuchtung steht vor allem die wintergerechte Bereifung im Mittelpunkt. Wer ohne Winterreifen unterwegs ist, gefährdet nicht nur sich und andere, sondern muss auch mit empfindlichen Bußgeldern rechnen.
Ausblick: Winter bleibt hartnäckig
Eine Entspannung ist vorerst nicht zu erwarten. Die Wetterprognosen für den 6. Januar sagen weiteren leichten Schneefall und anhaltenden Frost voraus. Autofahrer sollten daher mehr Zeit einplanen, den Sicherheitsabstand erhöhen und die Scheiben vor Fahrtantritt vollständig von Eis befreien, um gefährliche Situationen und Bußgelder zu vermeiden.