Im Hafen von Wismar ist am Montagmorgen ein Wal entdeckt worden. Bauarbeiter hatten das Tier im Hafenbecken bemerkt und die Behörden informiert. Die Wasserschutzpolizei ist vor Ort und geht nach ersten Einschätzungen davon aus, dass es sich um einen Buckelwal handelt. Das Tier wird auf rund acht Meter Länge geschätzt.
Möglicher Zusammenhang mit Sichtungen in Schleswig‑Holstein
Es gibt Hinweise darauf, dass es derselbe Wal sein könnte, der zuletzt in der Kieler Förde und später in der Flensburger Förde unterwegs war. Vor rund anderthalb Wochen war dort ein Buckelwal gesichtet worden; am vergangenen Freitag meldeten Augenzeugen erneut ein Tier in der Region.
Gesundheitszustand des Tieres
Der Wal zeigt Lebenszeichen und stößt Wasserfontänen aus, jedoch ist die Haut des Tieres in schlechtem Zustand. Als mögliche Ursache wird der niedrige Salzgehalt der Ostsee genannt, der für Buckelwale ungeeignet ist und zu Hautproblemen führen kann. Erst vor wenigen Wochen hatte ein anderer Buckelwal für große Aufmerksamkeit gesorgt.
Das Tier war vor der Insel Poel gestrandet, später in die Nordsee verbracht worden und wurde schließlich tot vor Dänemark gefunden. Die Chronologie dieses Falls hatte bundesweit für Diskussionen gesorgt.