Der Wintereinbruch beschert Mecklenburg-Vorpommern in den kommenden Tagen teilweise zweistellige Minusgrade. Der Dauerfrost halte an, prognostizierte der Deutsche Wetterdienst. Am Samstag liegen die Temperaturen danach abseits der Küste zwischen minus drei und minus einem Grad. In der Nacht zum Sonntag liegen die Tiefstwerte dann zwischen minus vier bis minus zehn Grad. „Wir kommen übers Wochenende richtig in den strengen Frostbereich rein“, so DWD-Meteorologe Christian Paulmann.
Schneeverwehungen an der Küste
Sturmtief „Elli“ lief am Freitag trotz zeitweiser Unwetterwarnung für Teile Mecklenburg-Vorpommerns glimpflich ab. Betroffen war MV aber von der Einstellung des Fernverkehrs der Deutschen Bahn im Norden Deutschlands. Der soll aber am Samstag wieder langsam anlaufen. Die Reederei Scandlines sagte Fahrten zwischen Rostock und dem dänischen Gedser ab.
Von Nord nach Süd können am Samstag im Tagesverlauf leichter Schneefall oder Schneeschauer durchziehen. Dabei sind an der Küste weiter Schneeverwehungen wahrscheinlich. Die gab es auch schon am Freitag gerade an Straßen, die von Feldern umgeben sind.
Bahnfernverkehr im Norden läuft wieder an
Die Deutsche Bahn will den Fernverkehr am Samstagmorgen wieder schrittweise aufnehmen. Trotzdem sei bundesweit noch mit Einschränkungen und Zugausfällen zu rechnen, hieß es. Die Bahn bat alle Reisenden, sich vor Fahrtantritt in der App DB Navigator und auf der Internetseite der Bahn über die aktuelle Verkehrslage zu informieren.
Postauto prallt gegen Baum
Aufgrund des Wetters kam es am Freitag im Nordosten zu einigen Unfällen. Im Landkreis Ludwigslust-Parchim, zwischen Hohen Pritz und Mestlin kam eine 25-Jährige mit ihrem Auto von der Straße ab und stieß gegen einen Baum. Sie wurde nach Polizeiangaben eingeklemmt und schwer verletzt mit einem Hubschrauber in die Uniklinik Rostock gebracht. In Bad Kleinen erlitt ein 50-Jähriger mehrere Rippenbrüche, als er mit seinem Postauto von der Fahrbahn abkam und gegen einen Baum stieß.
In den Landkreisen Ludwigslust-Parchim und Nordwestmecklenburg blieben Schulbusse am Freitag vorsichtshalber in den Depots. Im Nordwesten konnte die Linie 16 wegen Schneeverwehungen nur eingeschränkt fahren. Wegen der Witterungs- und Straßenbedingungen wurden zudem die Fahrten der Linien 340 (Grevesmühlen/Schwerin) und 230 (Wismar/Poel) für Freitag eingestellt.
Auch die regionalen Energieversorger in Mecklenburg-Vorpommern trafen angesichts des Wintersturms „Elli“ Vorkehrungen. „Aufgrund der vorhergesagten Wetterlage und des erwarteten erhöhten Störungsaufkommens wurde der Bereitschaftsdienst bereits vor Eintreffen des Wintersturms verstärkt“, teilte der kommunale Versorger Wemag mit Sitz in Schwerin auf Nachfrage der Deutschen Presse-Agentur mit.