Am Mittag hat ein Wal im Wismarer Hafen für großes Aufsehen gesorgt. Das Tier tauchte wiederholt zwischen Altem Hafen, Holzhafen und Seehafen auf und lockte rund 50 Schaulustige an. Nach Angaben der Stadt bewegte sich der Wal mehrfach durch das Hafenbecken und schwamm anschließend erneut in Richtung Seehafen.
Artbestimmung noch offen
In sozialen Netzwerken wurde zunächst über einen Grauwal oder Buckelwal spekuliert. Fachleute des Deutschen Meeresmuseums Stralsund gehen nach ersten Einschätzungen davon aus, dass es sich um einen Bartenwal handelt. Welche Art genau, ist bislang unklar. Größere Wale werden in der Ostsee zwar gelegentlich gesichtet, doch Besuche in Häfen gelten als seltene Ausnahme.
Fischernetz am Körper des Tieres
Besorgniserregend ist ein Fischernetz, das am Körper des Wals hängt. Einsatzkräfte der Feuerwehr versuchten bereits, Teile des Netzes zu entfernen, konnten jedoch offenbar nicht alles lösen. Wie viel Netzmaterial noch am Tier verbleibt, ist derzeit unklar.
Einsatzkräfte begleiten das Tier
Die Wasserschutzpolizei und die Feuerwehr beobachten die Situation und prüfen, wie dem Wal geholfen werden kann. Ziel ist es, das Tier möglichst aus dem engen Hafenbereich herauszuführen. Augenzeugen berichten jedoch, dass der Wal immer wieder in Richtung Seehafen zurückkehrt.
Seltene Sichtung in der Ostsee
Wale in der Ostsee sind nicht ungewöhnlich, doch größere Bartenwale oder Buckelwale werden nur selten in Häfen beobachtet. Die aktuelle Sichtung gilt daher als kleine Sensation – und als Herausforderung für die Einsatzkräfte, die das Tier möglichst schonend aus der Gefahrenzone bringen wollen.