Die erste Sitzungsrunde des neuen Jahres markiert für die Wismarer Bürgerschaft den Auftakt zu einer politisch intensiven Phase. Während die Umsetzung des Doppelhaushalts 2026/2027 anläuft, wirft die Bürgermeisterwahl im April bereits ihren Schatten voraus. Im Rathaus gilt seit Jahresbeginn ein striktes Neutralitätsgebot.
Rekordinvestitionen müssen jetzt umgesetzt werden
Nach der kurzen Winterpause kehrt die Kommunalpolitik mit voller Kraft in den Zeughaushof zurück. Der Januar steht im Zeichen der Vorbereitung: Die im Dezember beschlossenen Rekordinvestitionen müssen nun in konkrete Projekte überführt werden.
Ein zentrales Thema bleibt die Modernisierung des Kurt‑Bürger‑Stadions. Mit der gesicherten Finanzierung drängen die Fraktionen auf einen schnellen Baubeginn. Auch die Sanierung weiterer Altstadtbereiche sowie die digitale Ausstattung der Schulen stehen auf den Tagesordnungen der Ausschüsse, die – wie der Finanzausschuss am Mittwochabend – bereits wieder intensiv tagen.
Bürgermeisterwahl prägt die Stimmung
Hinter den Kulissen dominiert jedoch ein anderes Thema: die Wahl eines neuen Stadtoberhaupts am 12. April 2026. Da Bürgermeister Thomas Beyer nach vielen Jahren im Amt nicht erneut antritt, ist das Rennen um seine Nachfolge völlig offen.
Um faire Bedingungen zu gewährleisten, hat die Verwaltung eine klare Vorgabe erlassen: Parteipolitische Veranstaltungen in städtischen Gebäuden sind bis zum Abschluss der Wahl untersagt. Die Stadt betont ihr Neutralitätsgebot, um eine Vermischung von Amtsgeschäften und Wahlkampf zu verhindern.
Bürgerbeteiligung bleibt im Fokus
Trotz Wahlkampfmodus will die Bürgerschaft sicherstellen, dass die Anliegen der Einwohner nicht ins Hintertreffen geraten. Bürgerinnen und Bürger können Tagesordnungen und Vorlagen für alle anstehenden Sitzungen jederzeit im Bürgerinformationssystem der Hansestadt einsehen.
Am 24. Januar erscheint zudem die neue Ausgabe des Stadtanzeigers, die weitere amtliche Bekanntmachungen und Informationen zu den Kandidatenaufstellungen enthält.
Ein Jahr des Umbruchs beginnt
Mit dem Start in den Januar legt Wismar das Fundament für ein Jahr, das politische Entscheidungen von großer Tragweite bringen wird – für die Stadt, ihre Infrastruktur und ihre künftige Führung.