Am Mittwochabend hat Wismar sein einziges öffentliches Wahlforum zur Bürgermeisterwahl erlebt. In der Markt‑ und Eventhalle stellten sich alle acht Kandidatinnen und Kandidaten den Fragen der Bürgerinnen und Bürger – im Saal ebenso wie im Livestream. Die Veranstaltung war gut besucht, die Stimmung aufmerksam und stellenweise sehr engagiert.
Jugendthemen im Mittelpunkt
Besonders deutlich wurde, wie stark junge Menschen und ihre Anliegen die politische Debatte prägen. Immer wieder ging es um fehlende Veranstaltungsangebote, Treffpunkte und Perspektiven für Jugendliche. Viele Wortmeldungen machten klar, dass die Stadt hier Nachholbedarf hat und sich die Wismarer konkrete Ideen und verbindliche Zusagen wünschen.
Bezahlbarer Wohnraum als Dauerbrenner
Ein weiteres großes Thema war der Mangel an bezahlbarem Wohnraum. Zahlreiche Fragen drehten sich um steigende Mieten, fehlende Neubauten und die Frage, wie Wismar künftig sozial ausgewogen wachsen kann. Die Kandidatinnen und Kandidaten mussten erklären, welche Strategien sie verfolgen wollen, um Wohnen in der Stadt wieder erschwinglicher zu machen.
Direkter Austausch – im Saal und online
Die Mischung aus Saalfragen und Beiträgen aus dem Livestream sorgte für ein dynamisches Format. Viele Bürger nutzten die Gelegenheit, sehr konkrete Anliegen vorzubringen – von Infrastruktur über Verwaltungsthemen bis hin zu Kultur und Sicherheit. Das Forum zeigte, wie groß das Bedürfnis nach direkter Kommunikation ist.
Spannung vor dem Wahlsonntag
Wer von dem Abend am Ende profitiert, bleibt offen. Am Sonntag entscheidet Wismar über seine neue Bürgermeisterin oder seinen neuen Bürgermeister. Bei acht Bewerberinnen und Bewerbern gilt eine Stichwahl als wahrscheinlich, doch das Ergebnis hängt allein von den Stimmen der Wählerinnen und Wähler ab.