Das Stadtgeschichtliche Museum der Hansestadt Wismar hat einen wichtigen Schritt in Richtung digitaler Zugänglichkeit vollzogen. Ab sofort können Bürgerinnen und Bürger, Forschende sowie Gäste die Sammlungen des Museums online entdecken – über die Museums‑Homepage oder direkt unter sammlung.robotron-services.de/SCHABBELL. Zum Start sind bereits rund 1.250 Objekte öffentlich zugänglich, weitere Datensätze befinden sich in wissenschaftlicher Bearbeitung und sollen sukzessive freigeschaltet werden.
Moderne Datenbank für historische Bestände
Nach einer öffentlichen Ausschreibung entschied sich das Museum im Jahr 2020 für die Sammlungsdatenbank robotronDaphne* der Dresdner Firma Robotron. Die Software wurde speziell für die digitale Erfassung und Präsentation von Museumsbeständen entwickelt und ermöglicht eine zeitgemäße, strukturierte Museumsarbeit.
Die Digitalisierung umfasst weit mehr als das bloße Übertragen von Daten. Seit der Gründung des Museums 1863 wurden zu jedem Objekt zahlreiche Informationen gesammelt – darunter Herkunft, Material, Alter, Restaurierungen, Ausstellungen und die mit dem Objekt verbundenen Geschichten. Viele dieser Angaben liegen bislang analog in Inventarbüchern, Karteikarten oder verstreuten digitalen Ablagen vor. In der neuen Datenbank werden sie nun an einem Ort zusammengeführt und, soweit möglich, online zugänglich gemacht. Auch Anfragen an das Museum sollen künftig schneller beantwortet werden können.
Highlights der Sammlung zuerst online
Für die erste Veröffentlichung wurden vor allem Bestände ausgewählt, die besonders häufig nachgefragt werden. Dazu gehören die Highlights der Dauerausstellung im Schabbell, Teile der umfangreichen Fotodokumentation des Wismarer Stadtbildes sowie Werke Wismarer Künstlerinnen und Künstler wie Sella Hasse, Carl Canow, Paul Drenseck und Alfred Heth. Auch Spezialsammlungen wie der Wismarer Sagenzyklus oder die im Rathaus präsentierte Briesemannsammlung sind bereits digital einsehbar.
Ein wachsendes Angebot
Die „Wismarer Schätze“ verstehen sich als fortlaufend wachsendes digitales Angebot. Das Team des Stadtgeschichtlichen Museums wird die Datenbank kontinuierlich erweitern und damit das kulturelle Erbe der Hansestadt Schritt für Schritt digital zugänglich machen.