Nordwestmecklenburg erlebt am Freitag einen der härtesten Wintertage der vergangenen Jahre. Das Sturmtief „Elli“ hat in den frühen Morgenstunden mit heftigem Schneetreiben, massiven Verwehungen und eisigen Böen für einen nahezu vollständigen Stillstand im öffentlichen Leben gesorgt. Die Kreisverwaltung reagierte mit einer weitreichenden Maßnahme: Der gesamte Schülerverkehr des Verkehrsunternehmens NAHBUS wurde für den gesamten Tag eingestellt.
Betroffen sind sämtliche Linienverkehre, Spezialbeförderungen und die Fahrten zu den Berufsschulen. Die Entscheidung fiel aufgrund der amtlichen Unwetterwarnungen und der Einschätzung, dass eine sichere Rückkehr der Schülerinnen und Schüler am Nachmittag nicht gewährleistet werden kann. Die Schulen bleiben zwar geöffnet, bieten aber lediglich eine Notbetreuung an. Ob Kinder den Unterricht besuchen, liegt heute vollständig im Ermessen der Eltern – entschuldigte Abwesenheit ist ohne weitere Nachweise möglich.
Hochwasserlage im Hafen spitzt sich zu
Während der Schneesturm an Land für Chaos sorgt, verschärft sich im Wismarer Hafen die Lage durch stark steigende Pegelstände der Ostsee. Die Stadtverwaltung hat mobile Barrieren errichtet und warnt eindringlich davor, Fahrzeuge in den gefährdeten Bereichen des Alten Hafens abzustellen. Weitere Schutzmaßnahmen werden vorbereitet, da die Wasserstände im Tagesverlauf weiter steigen könnten.
Ein Tag im Ausnahmezustand
Mit Schneesturm, Hochwasser und Protestaktionen treffen gleich mehrere Belastungen aufeinander. Die Behörden arbeiten im Dauereinsatz, um Verkehrswege zu sichern, Gefahrenbereiche abzusperren und die Bevölkerung zu informieren. Für die Menschen in Wismar und Nordwestmecklenburg bedeutet dieser Freitag vor allem eines: Geduld, Vorsicht und möglichst wenig Mobilität.