In Wismar rückt die Bürgermeisterwahl am 12. April 2026 zunehmend in den Mittelpunkt des öffentlichen Interesses. Nun hat das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) einen prominenten Kandidaten ins Rennen geschickt: Der Historiker und langjährige Leiter des Stadtarchivs, Dr. Nils Jörn, wurde offiziell nominiert. Mit dieser Personalie setzt das BSW auf einen in der Stadtverwaltung erfahrenen und lokal tief verwurzelten Experten, der sich seit Jahren für die Erforschung und Vermittlung der Wismarer Stadtgeschichte engagiert.
Offenes Rennen nach Rückzug von Amtsinhaber Beyer
Der Wahlkampf gilt als besonders offen, da der amtierende Bürgermeister Thomas Beyer nicht erneut antritt. Sein Verzicht eröffnet den Weg für einen personellen Neuanfang im Rathaus. Bis zum Ablauf der Einreichungsfrist am 27. Januar 2026 haben sich bereits mehrere Bewerber positioniert. Dazu zählen unter anderem der SPD-Bundestagsabgeordnete Frank Junge sowie der Einzelbewerber Horst Bartels.
Beobachter sehen strategischen Schritt des BSW
Die Kandidatur Jörns wird von politischen Beobachtern als gezielter Schritt des BSW gewertet, um mit einer fachlich versierten und lokal angesehenen Persönlichkeit die politische Mitte der Hansestadt anzusprechen. Jörn bringt langjährige Verwaltungserfahrung, breite Vernetzung und ein ausgeprägtes Verständnis für die historische Identität Wismars mit – Faktoren, die im Wahlkampf eine wichtige Rolle spielen könnten.