Die Bürgermeisterwahl in Wismar am 12. April 2026 rückt immer stärker in den Fokus. Nachdem Amtsinhaber Thomas Beyer seinen Rückzug angekündigt hat, ist der Weg frei für einen personellen Neuanfang im Rathaus. Entsprechend groß ist das Interesse potenzieller Kandidatinnen und Kandidaten, die bis zum Ablauf der Einreichungsfrist am 27. Januar ihre Unterlagen vorlegen müssen.
BSW setzt auf Historiker Dr. Nils Jörn
Einen der prominentesten Neuzugänge präsentiert das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW). Die Partei nominierte den Historiker und Stadtarchivleiter Dr. Nils Jörn, der seit vielen Jahren in der Verwaltung tätig ist und als ausgewiesener Kenner der Stadtgeschichte gilt. Beobachter werten die Personalie als strategischen Versuch, mit einer lokal verankerten und fachlich versierten Persönlichkeit die politische Mitte der Hansestadt anzusprechen.
Bisher ausschließlich männliche Bewerber
Bereits zuvor hatten mehrere Kandidaten ihre Teilnahme erklärt: der Einzelbewerber Horst Bartels, der SPD-Bundestagsabgeordnete Frank Junge, Horst Krumpen für die Linke, Christoph Meister für die CDU, Toni Brüggert für die Bürger für Wismar sowie der Einzelbewerber Christian Danielczyk. Damit besteht das Bewerberfeld bislang ausschließlich aus Männern.
AfD kündigt Entscheidung bis Fristende an
Ob die AfD eine eigene Kandidatin oder einen eigenen Kandidaten ins Rennen schickt, ist noch offen. Der Kreisverband kündigte an, bis zum Stichtag am 27. Januar eine Entscheidung mitzuteilen.