Die Sorge vor einem großflächigen Stromausfall beschäftigt weiterhin den Landkreis Nordwestmecklenburg. Ein längerfristiger Blackout hätte gravierende Folgen: Telefon und Internet fallen aus, Heizungen bleiben kalt, Warmwasser fehlt, Computer und Beleuchtung funktionieren nicht. Um auf ein solches Szenario vorbereitet zu sein, trifft sich der Fachdienst Bevölkerungsschutz regelmäßig mit den regionalen Energieversorgern.
Austausch in Wismar: Schwachstellen erkennen, Vorsorge stärken
Zu einem aktuellen Fachgespräch hatte der Landkreis Expertinnen und Experten nach Wismar eingeladen. Ziel war es, die Versorgungssicherheit zu überprüfen und mögliche Schwachstellen zu identifizieren. Aus Sicht des Katastrophenschutzes geht es vor allem darum, kritische Standorte frühzeitig zu erkennen und – falls nötig – mit Notstromaggregaten abzusichern.
Landrat Tino Schomann lobte den offenen Austausch: „Unser oberstes Ziel ist der Schutz unserer Bürgerinnen und Bürger. Darum sind solche regelmäßigen Gespräche für uns unverzichtbar.“
Ergebnis: Keine akute Gefahr – aber Wachsamkeit bleibt Pflicht
Die Runde kam zu einem beruhigenden Fazit: Einen katastrophalen Stromausfall wie nach dem Brandanschlag am 3. Januar 2026 in Berlin muss Nordwestmecklenburg derzeit nicht befürchten. Gleichzeitig betonten alle Beteiligten, dass man sich auf dieser Einschätzung nicht ausruhen wolle. Der Grundsatz des Katastrophenschutzes bleibe bestehen: In ruhigen Zeiten vorbereiten, um im Ernstfall handlungsfähig zu sein.
Hinweise zur persönlichen Vorsorge
Der Landkreis informiert auf seiner Internetseite über Maßnahmen, die Bürgerinnen und Bürger selbst treffen können – von der Nutzung sogenannter Wärmeinseln bis hin zu Checklisten für die eigene Notfallvorsorge.
Damit bleibt das Thema Blackout ein wichtiger Bestandteil der regionalen Sicherheitsstrategie, auch wenn aktuell keine unmittelbare Gefahr besteht.