Die anhaltenden Niederschläge haben am Freitag landesweit zu einer deutlichen Zunahme witterungsbedingter Einsätze geführt. Nach Angaben der Leitstellen wurden zwischen 200 und 300 Feuerwehreinsätze registriert. Besonders betroffen ist der Landkreis Nordwestmecklenburg, wo zahlreiche Wehren im Dauereinsatz stehen, um Wohnhäuser vor eindringendem Wasser zu schützen.
Mehrere Kreis- und Landstraßen mussten aufgrund von Überflutungen zeitweise voll gesperrt werden. Betroffen sind vor allem Senkenlagen, in denen sich das Wasser schnell sammelt. Ein Schwerpunkt der Einsatzlage liegt rund um Grevesmühlen sowie im Wismarer Umland.
Feuerwehren und Technisches Hilfswerk versuchen vielerorts, das Wasser gezielt umzuleiten. Mobile Barrieren und das Ausheben von Entlastungsgräben sollen verhindern, dass die Kanalisation überlastet wird und weitere Schäden entstehen.
Auch die Polizei ist verstärkt im Einsatz. Sie warnt Autofahrer vor plötzlich auftretenden Wasserlachen und erhöhter Aquaplaning-Gefahr. Zudem wird weiterhin nach einem 73‑jährigen Mann aus Gelbensande im Landkreis Rostock gesucht. Aufgrund der räumlichen Nähe bittet die Polizei auch in Nordwestmecklenburg um erhöhte Aufmerksamkeit. Die Lage bleibt dynamisch, weitere Niederschläge sind möglich.