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Wal im Wismarer Hafen: Feuerwehr befreit verirrtes Tier aus großem Netz

Ein außergewöhnlicher Rettungseinsatz hat am Dienstag den Hafen von Wismar beschäftigt. Gegen 12.45 Uhr meldete das Hafenamt der Berufsfeuerwehr ein ungewöhnliches Ereignis: Ein rund zehn Meter langer Wal sei im Hafengebiet gesichtet worden, das Deutsche Meeresmuseum Stralsund sei bereits informiert. Kurz darauf meldete eine Bürgerin, dass ein etwa sechs Meter langer Wal in einem Netz festhänge und dieses hinter sich herziehe.

Videos bestätigen Notlage des Tieres

Der Einsatzleitdienst der Feuerwehr verschaffte sich zunächst selbst einen Überblick. Mehrere Passanten zeigten Videos, auf denen der Wal und die Netzreste deutlich zu erkennen waren. Die Lage war ernst genug, um eine groß angelegte Rettungsaktion einzuleiten. Neben der Berufsfeuerwehr machten sich Meeresbiologen sowie die Meeresschutzorganisation Sea Shepherd Deutschland e.V. auf den Weg nach Wismar.

Gemeinsame Einsatzleitung und Suche auf dem Wasser

Im Seehafen wurde eine gemeinsame Einsatzleitung von Wasserschutzpolizei und Feuerwehr eingerichtet. Boote der Wasserschutzpolizei, der Feuerwehr sowie des Wasser- und Schifffahrtsamtes suchten das Gebiet ab und bereiteten eine Befreiung des Tieres vor. Der Wal schleppte rund 50 Meter Stellnetz hinter sich her und war zusätzlich mit Netzteilen um Körper und Schwanzflosse verfangen.

Die Besatzung des Mehrzweckbootes der Feuerwehr konnte zunächst das lose Netz aufnehmen und sich anschließend vorsichtig an das Tier heranarbeiten. Schließlich gelang es, den Wal weitgehend zu befreien. Drei Seile, die sich eng um den vorderen Körperbereich gewickelt hatten, ließen sich jedoch nicht lösen.

Taucher im Einsatz – aber ohne vollständigen Erfolg

Kurz darauf trafen die Meeresbiologen und die Crew des Sea‑Shepherd‑Schiffs Triton ein. Gemeinsam wurde entschieden, einen Taucher einzusetzen, um die verbliebenen Seile zu entfernen. Mehrere Versuche blieben jedoch erfolglos. Die Einsatzkräfte brachen die Arbeiten ab, um das Tier nicht weiter zu stressen. Nach Einschätzung der Fachleute war der Wal trotz der verbliebenen Seile gut überlebensfähig und zeigte einen stabilen Allgemeinzustand.

Begleitung aus der Wismarbucht

Im weiteren Verlauf übernahm die Besatzung der Triton die Begleitung des Wals und leitete ihn aus der Wismarbucht hinaus. Für die Feuerwehr endete der Einsatz gegen 17.30 Uhr. Rund viereinhalb Stunden waren neun Einsatzkräfte mit Einsatzleitwagen, Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug, Drehleiter, Gerätewagen‑Tierrettung und Mehrzweckboot im Einsatz.

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