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Mitarbeitende der Sana‑Kliniken protestierten gegen Sparpläne der Bundesregierung

Mehr als 100 Mitarbeitende der Sana‑Kliniken in Mecklenburg‑Vorpommern hatten am Dienstag ihre Mittagspause genutzt, um gegen die geplanten Sparmaßnahmen der Bundesregierung im Gesundheitswesen zu protestieren. Die Geschäftsführungen und Betriebsräte des Sana HANSE‑Klinikums Wismar, des Sana‑Krankenhauses Bad Doberan und des Sana‑Krankenhauses Rügen hatten gemeinsam zu dieser überbetrieblichen Aktion aufgerufen.

Kliniken warnten vor dramatischen Folgen

Bundesgesundheitsministerin Nina Warken plante Einsparungen von mehr als 40 Milliarden Euro, um die Beiträge der gesetzlichen Krankenversicherung zu stabilisieren. Ein Großteil dieser Summe sollte durch geringere Erlöse in den Kliniken erbracht werden. Laut Deutscher Krankenhausgesellschaft arbeiteten viele Häuser bereits seit Jahren unter erheblichem wirtschaftlichem Druck. Die angekündigten Kürzungen hätten die Lage weiter verschärft und die Patientenversorgung gefährden können.

Cluster‑Geschäftsführer Michael Jürgensen hatte betont, dass eine hochwertige medizinische Versorgung nur mit fairen Arbeitsbedingungen, ausreichendem Personal und einer angemessenen Vergütung möglich sei. Allein bis 2030 sollten die Krankenhäuser rund 30 Milliarden Euro einsparen – eine Größenordnung, die aus Sicht der DKG nicht tragfähig sei.

Sorge vor Versorgungslücken

Jürgensen warnte vor einem schleichenden Abbau von Versorgungsstrukturen, insbesondere im ländlichen Raum. Wenn Kliniken in dieser Größenordnung Mittel entzogen würden, seien Versorgungslücken unausweichlich. Die Sana‑Kliniken im Nordosten und die Arbeitnehmervertretungen hatten daher an die Bundestagsabgeordneten der Region appelliert, sich für eine nachhaltige Finanzierung der Krankenhauslandschaft einzusetzen. Reformen seien notwendig, dürften aber nicht die wirtschaftliche Grundlage der Häuser untergraben.

Forderung nach weniger Bürokratie und mehr Gestaltungsspielraum

Neben einer stabilen Finanzierung forderten die Klinikleitungen mehr Handlungsspielraum und weniger bürokratische Vorgaben. Wenn Erlöse sänken, die Kosten durch Auflagen jedoch unverändert blieben, drohe eine dramatische wirtschaftliche Schieflage. Kliniken müssten wieder eigenverantwortlich und bedarfsgerecht arbeiten können, um eine effiziente Versorgung am und rund ums Klinikbett sicherzustellen.

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