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Doch nicht weg: Buckelwal wieder in der Wismarbucht gesehen

Das Drama um den verirrten Buckelwal in der Ostsee hält die Hansestadt weiter in Atem. Nachdem das Tier am Montagnachmittag spurlos verschwunden war, gab es am Dienstagmorgen die erlösende Nachricht: Er lebt – und er schwimmt frei!

Gegen 9:22 Uhr am Dienstagmorgen trauten Spaziergänger ihren Augen kaum. Weit draußen in der Bucht schoss plötzlich eine gut zwei Meter hohe Fontäne aus dem Wasser. Der „Blas“ eines Wals – das Lebenszeichen, auf das ganz Wismar gewartet hat. Kurz darauf bestätigten Reporter vor Ort: Der Wal ist zurück an der Stelle, an der er zuvor in Netzen festzuhängen schien.

Die gute Nachricht: Er ist frei!

Im Gegensatz zu den Schreckensmeldungen der letzten Tage gibt es heute Grund zur Hoffnung. Der Wal scheint sich aus den gefährlichen Stellnetzen befreit zu haben. Beobachter berichten, dass das Tier kraftvoll abtaucht und sich frei durch die Bucht bewegt.

„Wir sind vorsichtig positiv“, sagt Meeresbiologin Franziska Saalmann von Greenpeace. „Er schwimmt in die richtige Richtung, hinaus auf das offene Meer. Wir bleiben aber mit mehreren Booten einsatzbereit, falls er erneut Hilfe braucht.“

Wettlauf gegen den Wind

Doch die Rettung bleibt eine Zitterpartie. Gegen 10:30 Uhr frischte der Wind über der Ostsee spürbar auf. Weiße Schaumkronen auf den Wellen machen es den Experten im Schlauchboot inzwischen extrem schwer, das Tier im Auge zu behalten. Zwischenzeitlich verloren die Retter die Sicht auf den Buckelwal komplett.

Experten-Team im Einsatz

Trotz der widrigen Bedingungen ist ein Expertenteam am späten Vormittag erneut mit einem Schlauchboot hinausgefahren. Sie wollen den Gesundheitszustand des Tieres aus der Nähe prüfen. Die große Frage bleibt: Hat das Tier genug Kraft, um den Weg zurück in die tiefere Nordsee zu finden?

In Wismar herrscht derweil wieder „Wal-Fieber“. Von der Seebrücke aus halten Schaulustige mit Ferngläsern Ausschau. Jeder hofft, dass der sanfte Riese den Ausgang aus der flachen Bucht findet, bevor der Streit zwischen den Helfern an Land oder das Wetter die Rettung erneut gefährden.

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