Am kommenden Samstag wird in der neuen Sporthalle am Friedenshof das Kunstwerk „Ballwechsel“ der Künstlerin Anne Hille feierlich eingeweiht. Die Veranstaltung beginnt um 12.30 Uhr. Gastgeberin ist die Hansestadt Wismar. Die Einweihung findet im Rahmen des bundesweiten Tages der Städtebauförderung statt.
Präsentation der neuen Sporthalle
Mit der Eröffnung wird der Neubau der Dreifeldsporthalle erstmals einem breiten Publikum vorgestellt. Die Stadt lädt Besucherinnen und Besucher ein, sich ein Bild von der neuen Anlage zu machen. Neben der Präsentation des Kunstwerks werden auch die Entwürfe gezeigt, die im Kunst‑am‑Bau‑Wettbewerb zur finalen Ausarbeitung eingeladen waren.
Vorstellung des Kunstwerks
Die Künstlerin Anne Hille präsentiert ihren Siegerentwurf „Ballwechsel“. Das Werk greift zentrale Elemente des Mannschaftssports auf: Teamgeist, Perspektivwechsel und die Fähigkeit, sich auf wechselnde Spielsituationen einzustellen. Die Künstlerin nutzt die Schnittmuster verschiedener Sportbälle als gestalterisches Motiv. Durch räumliche Verzerrungen entsteht der Eindruck eines gekippten Raumes, in dem Zwei‑ und Dreidimensionalität ineinander übergehen. Die Darstellung verweigert sich einer eindeutigen Zuordnung und fordert dazu auf, den eigenen Standpunkt zu hinterfragen.
Kunststandort und Anforderungen
Der Kunststandort befindet sich an der Rückwand der Tribüne. Die Wand ist mit Akustikplatten verkleidet und bietet mit einer Länge von 46 Metern und einer Höhe von 1,9 Metern rund 87 Quadratmeter gestaltbare Fläche. Die Durchgangsöffnungen wurden aus der Gestaltung ausgenommen. Die Anforderungen an das Kunstwerk waren vielfältig: Der Fluchtweg hinter den Sitzreihen musste frei von Brandlasten bleiben, die Gestaltung sollte dauerhaft, sicher und wartungsarm sein und zugleich eine identitätsstiftende Wirkung für den Standort entfalten.
Wettbewerb und Finanzierung
Für den Neubau der Sporthalle hatte die Hansestadt Wismar einen Kunst‑am‑Bau‑Wettbewerb ausgelobt. Das Verfahren war als nichtoffener, anonymer Wettbewerb mit vorgeschaltetem offenem Bewerberverfahren konzipiert. Ziel war ein eigenständiges, hochwertiges Kunstwerk mit Bezug zu den Nutzerinnen und Nutzern der Halle. Für die Realisierung standen 31.500 Euro zur Verfügung. Finanziert wurde das Projekt aus dem Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur“, das die Berücksichtigung von Kunst am Bau ausdrücklich vorsieht.
In der zweiten Wettbewerbsphase wählte das Gremium am 26. Mai 2025 den Entwurf von Anne Hille aus Mecklenburg‑Vorpommern als Sieger aus. Das Kunstwerk wurde im Dezember 2025 installiert.