Wenn am 20. Juni, um 17.00 Uhr Mendelssohns Oratorium „Elias“ in der St.-Georgen-Kirche erklingt, treffen sich Sängerinnen und Sänger aus ganz Mecklenburg‑Vorpommern zu einem außergewöhnlichen musikalischen Gemeinschaftsprojekt. Rund 200 Stimmen vereinen sich mit der Mecklenburgischen Staatskapelle Schwerin zu einem Festspielkonzert, das für viele Chormitglieder ein Höhepunkt ihres musikalischen Lebens ist.
„Ein Werk, das Herzen höherschlagen lässt“
Initiator und Dirigent Daniel Arnold beschreibt die Faszination des Oratoriums mit spürbarer Begeisterung. Mendelssohn sei es gelungen, „eine gute Balance zwischen Anspruch und Machbarkeit“ zu schaffen. Seine Musik öffne einen emotionalen Raum, der Publikum und Ausführende gleichermaßen ergreife. „Man leidet, hofft und kämpft mit Elias mit – und bleibt dennoch nicht im Gestern stehen“, so Arnold.
Die zeitlose Geschichte des Propheten
Das Oratorium erzählt die jahrtausendealte Geschichte des biblischen Propheten Elias – eine Erzählung voller dramatischer Wendungen, geprägt von Mut und Verzweiflung, Triumph und tiefer Erschöpfung. Mendelssohn formte daraus ein Werk, das bis heute zu den eindrucksvollsten Kompositionen der romantischen Chormusik zählt.
Teil des Festspielschwerpunkts Vokalmusik
Das Konzert ist das zweite im diesjährigen Festspielschwerpunkt Vokalmusik. Insgesamt 22 Veranstaltungen widmen sich in diesem Sommer der menschlichen Stimme – vom Kunstgesang über experimentelle Formen bis hin zu großen Chorwerken. Der Schwerpunkt zeigt eindrucksvoll, wie flexibel und ausdrucksstark das Instrument Stimme ist und welche verbindende Kraft gemeinsames Singen entfalten kann.