In Wismar ging am Samstag eine Ära zu Ende. Im Rahmen eines feierlichen Aktes im historischen Rathaus wurde der 59‑jährige SPD‑Politiker Frank Junge offiziell zum neuen Bürgermeister ernannt und legte seinen Amtseid ab. Er folgt auf Thomas Beyer, der die Stadt 16 Jahre lang geführt hatte.
Feierliche Zeremonie im Rathaus
Zur Ernennung versammelten sich neben dem scheidenden Bürgermeister auch die Senatoren, die Bürgerschaftspräsidentin sowie die Fraktionsvorsitzenden im Rathaus. Mit der Übergabe der Ernennungsurkunde wurde der geordnete Übergang an der Verwaltungsspitze formal abgeschlossen.
Beyers Amtszeit endete regulär mit Ablauf des Wochenendes, sodass Frank Junge am Montag, dem 20. Juli, seinen ersten offiziellen Arbeitstag im neuen Amt antrat. Die Amtszeit des Bürgermeisters beträgt acht Jahre.
Vom Bundestag zurück in die Heimat
Frank Junge war vor seinem Wechsel ins Rathaus insgesamt 13 Jahre lang Mitglied des Deutschen Bundestages. Um sich vollständig auf seine neuen Aufgaben konzentrieren zu können, legte er sein Mandat kurz vor der Ernennung nieder. Den Weg ins Amt ebnete die Stichwahl am 26. April 2026, in der Junge mit 68,2 Prozent der Stimmen ein deutliches Ergebnis erzielte.
Kommunalpolitische Herausforderungen zum Amtsstart
Der Beginn der neuen Amtszeit fällt in eine Phase intensiver kommunalpolitischer Debatten. Kurz vor dem Amtswechsel geriet die Stadtverwaltung wegen der Finanzlage des Freizeitbades „Wonnemar“ unter Druck, nachdem die Bürgerschaft einen Stundungsantrag des Betreibers abgelehnt hatte.
Neben der Stabilisierung städtischer Projekte stehen für Junge in den kommenden Monaten die wirtschaftliche Weiterentwicklung des Hafens, der Ausbau der touristischen Infrastruktur und die Haushaltskonsolidierung im Fokus.