In der Wismarer Bucht ist am Sonntag um Punkt 13 Uhr der Startschuss für die elfte Auflage der renommierten AGORA direct MidsummerSail gefallen. Die Non‑Stop‑Regatta gilt als das längste und härteste Segelrennen auf der gesamten Ostsee. Insgesamt 81 gemeldete Yachten und Crews aus sieben Nationen machten sich zur Sommersonnenwende auf den anspruchsvollen Weg in den hohen Norden.
900 Seemeilen bis zur gelben Posttonne von Töre
Die geschichtsträchtige Route führt die Seglerinnen und Segler über rund 900 Seemeilen vom südlichsten segelbaren Punkt der Ostsee in Wismar bis zur markanten gelben Posttonne im nordschwedischen Törehamn, dem nördlichsten Punkt des Binnenmeeres. Die traditionelle Startlinie verlief auch in diesem Jahr wieder zwischen den historischen Schwedenköpfen in der Wismarbucht. Den feierlichen Auftakt bildeten vier Startschüsse, abgefeuert vom Schützenverein Hanse e. V. 1990 in historischen schwedischen Uniformen von der Seebrücke im Stadtteil Wendorf.
Internationales Starterfeld und starke Zuschauerresonanz
Zahlreiche Schaulustige nutzten die Seebrücke als Logenplatz, um das dichte internationale Starterfeld aus nächster Nähe zu verabschieden. Die Bandbreite der teilnehmenden Boote reicht von hochmodernen Hightech‑Racern bis hin zu klassischen Familienbooten. Für die Crews beginnt nun ein packender Marathon gegen die Zeit: Viele werden versuchen, den bestehenden Streckenrekord aus dem Jahr 2022 zu unterbieten, der bei 4 Tagen, 19 Stunden, 7 Minuten und 46 Sekunden liegt.
Zwischen Flaute und Sturm: Segeln im Licht der Mittsommernächte
Neben sportlichen Höchstleistungen und taktischen Entscheidungen zwischen Flaute und Sturm bietet die MidsummerSail vor allem ein einzigartiges Naturerlebnis. Die Seglerinnen und Segler erwartet auf ihrem Weg nach Norden die besondere Atmosphäre der endlosen, vom Mittsommerlicht erhellten Nächte Skandinaviens — ein Markenzeichen dieser außergewöhnlichen Regatta.