Ein Vierteljahr vor der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern sieht eine neue Insa-Umfrage die AfD weiterhin klar als stärkste Kraft. Laut Erhebung für den „Nordkurier“ kommt die Partei aktuell auf 35 Prozent und gewinnt damit einen Punkt im Vergleich zur letzten Befragung vor drei Monaten.
SPD verbessert sich
Die SPD von Ministerpräsidentin Manuela Schwesig legt in der Umfrage um zwei Punkte zu und erreicht 28 Prozent. Damit bleibt sie deutlich hinter der AfD, kann aber gegenüber dem Frühjahr etwas Boden gutmachen.
CDU verliert weiter
Die CDU rutscht laut Insa auf 10 Prozent ab, ein Minus von zwei Punkten. Die Linke verbessert sich leicht auf 11 Prozent. Das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) erreicht 6 Prozent und könnte damit den Einzug in den Landtag schaffen. Grüne (4 Prozent) und FDP (3 Prozent) würden derzeit an der Fünfprozenthürde scheitern.
Keine Mehrheit für bisherige Regierung
Die amtierende rot-rote Koalition hätte nach diesen Zahlen keine Mehrheit mehr. Auch ein Bündnis aus SPD und CDU würde nicht reichen. Gleichzeitig wäre die AfD trotz deutlicher Führung weit von einer Alleinregierung entfernt. Die Bildung einer stabilen Koalition erscheint auf Basis dieser Werte schwierig.
Methodik und Einordnung
Insa gibt die statistische Fehlertoleranz mit plus/minus 3,1 Prozentpunkten an. Befragt wurden 1.000 Menschen online zwischen dem 11. und 18. Juni.
Wahlumfragen sind grundsätzlich Momentaufnahmen. Sinkende Parteibindungen und kurzfristige Wahlentscheidungen erschweren die Gewichtung der Daten. Umfragen bilden daher lediglich das Stimmungsbild zum Zeitpunkt der Befragung ab und sind keine Prognosen für den Wahlausgang.