Vom 31. Juli bis zum Sonntagabend verwandelte das 15. Internationale Straßentheaterfest BOULEV∙ART die historische Altstadt von Wismar in eine pulsierende Open-Air-Bühne. Tausende Besucherinnen und Besucher feierten ein Fest der Vielfalt, das erneut zeigte, wie inklusiv und offen die Kulturszene der Hansestadt ist. Rund 200 Kulturschaffende mit und ohne Behinderung aus acht Nationen machten das von der Lebenshilfe Kunst und Kultur gGmbH organisierte Festival zu einem besonderen Erlebnis für die gesamte Region.
Auftakt mit Gänsehautmomenten
Schon der Freitagabend setzte ein starkes Zeichen. Auf dem voll besetzten Marktplatz sorgte die inklusive Band The Living Music Box für einen energiegeladenen Start. Das französische Collectif La Méandre begeisterte anschließend mit dem Ciné-Concert Fantôme, das unter großem Applaus für eindrucksvolle Gänsehautmomente sorgte. Besonders bemerkenswert war die Einbindung lokaler Komparsen, die sichtbar mit dem internationalen Ensemble verschmolzen.
Straßentheater in allen Gassen
Am Samstag und Sonntag herrschte in den kopfsteingepflasterten Straßen der Welterbestadt ausgelassene Festivalstimmung. Spektakuläre Luftakrobatik am Marienforum, die humorvolle Performance The Frame an der St.-Nikolai-Kirche oder charmante Stelzen-Walk-Acts wie Allfons der Ballonfahrer sorgten überall für Staunen und strahlende Gesichter. Alle Darbietungen waren barrierefrei und kostenfrei zugänglich, was den inklusiven Charakter des Festivals besonders hervorhob.
Emotionales Finale auf dem Marktplatz
Der Sonntagabend bildete den emotionalen Höhepunkt. Nach einem mitreißenden Karaoke-Konzert des Projekts Nicht Ideal brachte die deutsch-australische Formation The Beez die Stimmung endgültig zum Kochen. Wismar zeigte an diesem Wochenende eindrucksvoll, wie bunt, offen und voller Energie Kultur sein kann. Die Begeisterung hallt nach – und die Vorfreude auf die nächste Ausgabe ist bereits spürbar.