Am Freitagabend hat sich auf der Bundesautobahn 20 ein schwerer Auffahrunfall ereignet. Gegen 19.40 Uhr war der Fahrer eines VW Passat auf der Richtungsfahrbahn Lübeck unterwegs, als plötzlich ein intensiver Platzregen einsetzte.
Die Sicht verschlechterte sich schlagartig, die Fahrbahn war binnen Sekunden nass und rutschig. Um kein Risiko einzugehen, reduzierte der Fahrer die Geschwindigkeit, schaltete die Warnblinkanlage ein und wich auf den Standstreifen aus, wo er seine Fahrt langsam fortsetzte.
ID.3 prallt mit hoher Wucht auf vorausfahrenden Passat
Ein nachfolgender Fahrer eines VW ID.3 erkannte die Situation offenbar zu spät. Trotz der eingeschalteten Warnblinkanlage fuhr er mit hoher Wucht auf das vorausfahrende Fahrzeug auf. Durch den heftigen Aufprall wurden beide Autos schwer beschädigt und kamen stark deformiert zum Stillstand.
Fünf Verletzte und großer Rettungseinsatz
Unmittelbar nach dem Unfall wurde ein Großaufgebot an Rettungskräften alarmiert. Neben dem Rettungsdienst und einem Notarzt rückten die Freiwilligen Feuerwehren aus Schönberg und Lockwisch zur Unfallstelle aus. Insgesamt erlitten fünf Insassen beider Fahrzeuge leichte Verletzungen. Sie wurden nach der Erstversorgung vor Ort zur weiteren Behandlung in das Krankenhaus nach Lübeck gebracht.
Totalschaden an beiden Fahrzeugen
Die Polizei beziffert den entstandenen Gesamtsachschaden auf rund 72.500 Euro. An beiden beteiligten Fahrzeugen entstand Totalschaden. Erste Zeugenbefragungen bestätigten die extremen Witterungsbedingungen zum Unfallzeitpunkt, die maßgeblich zur gefährlichen Situation beigetragen haben.
Sperrung der Richtungsfahrbahn Lübeck
Für die Dauer der aufwendigen Bergungsarbeiten musste die Fahrbahn in Richtung Lübeck für etwa zwei Stunden teilweise gesperrt werden. Der Verkehr staute sich zeitweise deutlich, bevor die Strecke wieder freigegeben werden konnte.