In Teilen der Hansestadt werden ab Mittwoch, 23. September, Gebäude mit Laserscannern vermessen. Betroffen sind hochwassergefährdete Bereiche der Altstadt und von Wismar‑West. Die gewonnenen Daten sollen als Grundlage dienen, um den künftigen Sturmflutschutz für Wismar zu planen.
Die Arbeiten erfolgen im Auftrag des Staatlichen Amtes für Landwirtschaft und Umwelt. Zum Einsatz kommen Laserscanner, die Fassaden berührungslos erfassen und aus zahlreichen Messpunkten ein präzises dreidimensionales Abbild der Gebäude und ihrer Umgebung erzeugen.
Grundlage für künftige Schutzmaßnahmen
Hintergrund ist eine Voruntersuchung zum Sturmflutschutz. Niedrig gelegene Stadtbereiche können bei hohen Wasserständen besonders gefährdet sein. Die neuen Messdaten sollen helfen, mögliche Schutzmaßnahmen zu entwickeln und deren Wirkung zu bewerten. Entscheidend ist, möglichst genau zu erkennen, welche Gebäude und Flächen bei unterschiedlichen Wasserständen betroffen wären und welche baulichen Lösungen infrage kommen.
Durch die dreidimensionale Erfassung entsteht eine deutlich detailliertere Datengrundlage als durch herkömmliche Karten und Höhenangaben allein.
Arbeiten dauern rund vier Wochen
Die Vermessungen beginnen am 23. September und sollen bis zum 21. Oktober 2026 abgeschlossen sein. Sie erfolgen überwiegend von öffentlichen Straßen und Plätzen aus. Für Anwohner und Verkehrsteilnehmer sind nach Angaben des zuständigen Amtes keine wesentlichen Einschränkungen zu erwarten. Die Gebäude müssen nicht betreten werden.
Die jetzt startenden Arbeiten bedeuten noch nicht, dass konkrete Hochwasserschutzanlagen gebaut werden. Sie gehören zur Untersuchung und Planung. Erst auf Basis der neuen Daten kann bewertet werden, welche Maßnahmen Wismar künftig besser vor Sturmfluten schützen könnten.