Samstag, 20.Juli 2024 | 06:12

Alles im Free-TV”Plage”, “Albtraum”, Brisanz: Wer zeigt die Halbfinals der EM?

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Fußball-Deutschland wütet noch in Teilen einem nicht gegebenen Handelfmeter hinterher, aber Spanien steht trotzdem im Halbfinale der Europameisterschaft. Dort trifft La Furia Roja auf Frankreich um Superstar Kylian Mbappé (Dienstag, 21 Uhr). Während sich die Spanier, “ein Siegerteam”, wie Trainer Luis de la Fuente seine Mannschaft nennt, sich im Laufe des Turniers zum großen Favoriten spielte, schleppt sich Frankreich – immerhin erfolgreich – durchs Turnier.

Kurios: Das Edelensemble mit den versammelten Offensivkünstlern um Superstar Kylian Mbappé hat in fünf Turnierspielen nur einen “echten” eigenen Treffer zustande gebracht – einen Elfmeter von Mbappé gegen Polen. Für die beiden anderen Tore der “Équipe Tricolore” sorgten gegnerische Verteidiger.

Die Spanier, die sich mit einem weiteren Triumph zum alleinigen Rekord-Europameister machen würden, wollen sich von dieser Statistik nicht einlullen lassen: “Bei dieser Europameisterschaft zeigen sie sich vielleicht etwas defensiver und körperbetonter”, sagte Abwehrspieler Nacho der Zeitung “Marca” und ergänzte: “Aber sie sind eine Mannschaft, die einen in die Knie zwingen kann, die einen für viele Minuten des Spiels in die Enge treiben kann, und genau das wollen wir nicht.”

Nationaltrainer Didier Deschamps ist trotz der Ladehemmung “stolz auf meine Spieler, auch wenn wir nicht alles perfekt machen”. Der Erfolg gibt ihm recht. Ein Sieg in München – und die Franzosen stünden beim fünften großen Turnier nacheinander zum vierten Mal im Finale.

Niederlande – England in Dortmund (Mittwoch, 21 Uhr)

Immerhin ein Deutscher steht im EM-Halbfinale auf dem Platz: Die UEFA nominierte Schiedsrichter Felix Zwayer für das Spiel Niederlande gegen England. Diese Konstellation dürfte zumindest im englischen Lager für Stirnrunzeln sorgen: “Man gibt einem Schiedsrichter, der schon mal Spiele verschoben hat, das größte Spiel in Deutschland. Was erwartest du”, hatte Englands wichtigster Spieler Jude Bellingham im Dezember 2021, damals noch im Trikot von Borussia Dortmund, nach einem Duell mit dem FC Bayern gegen Zwayer gewütet. Bellingham wurde vom DFB bestraft, Zwayer pfiff seitdem kein Spiel des BVB mehr. Nun trifft man sich erstmals wieder – und das auf der ganz großen Bühne.

Und noch eine unerfreuliche Begegnung könnte auf die Engländer warten, die sich vom großen Favoriten zur – zumindest spielerisch – großen Enttäuschung entwickelt haben: die mit Wout Weghorst, dem Joker der Niederlande. “Es ist ein Albtraum, gegen ihn zu spielen. Er ist körperlich stark, eine Nervensäge im Strafraum”, lobte Abwehrspieler Nathan Aké den zuletzt an die TSG Hoffenheim ausgeliehenen Stürmer. “Er ist stark, er ist eine Plage im Strafraum und er kämpft um alles, er rennt allem hinterher.”

Zwar traf der 1,97-Meter-Hüne bisher nur einmal selbst, beim 2:1 der Niederlande im Viertelfinale gegen die Türkei setzte Weghorst nach seiner Einwechslung den gegnerischen Strafraum aber dermaßen in Brand, dass seine Mitspieler den 1:0-Rückstand noch drehen konnten – und 40.000 ekstatische türkische Fans zum Schweigen brachten.

Die Euphorie über den Halbfinaleinzug der nur durch den Notausgang “Beste Gruppendritte” überhaupt für die K.-o.-Runde qualifizierten Niederländer ist so groß, dass sich sogar der eher stoische Bondscoach Ronald Koeman dazu hinreißen ließ, schon mal einen Lieblingsgegner fürs Finale zu verkünden: “Wenn wir das Finale spielen, dann würde ich gerne gegen Spanien spielen, weil wir hatten Frankreich ja schon in der Gruppe.”

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