Die Erweiterung der Werftstraße zählt zu den wichtigsten Infrastrukturmaßnahmen der Hansestadt Wismar. Nachdem im November 2025 der Startschuss für den zweiten Teilbauabschnitt des zweiten Bauabschnitts zur Erschließung des Gewerbegebiets Wismar‑West gefallen ist, rückt die Fertigstellung des Gesamtprojekts näher.
Die Straße soll vor allem die Anbindung des Industriegebiets an die Westtangente verbessern – ein Vorteil insbesondere für den Schiffbauer ThyssenKrupp Marine Systems sowie für umliegende Unternehmen wie den Hagebaumarkt.
Zeitplan und Finanzierung
Die vollständige Verkehrsfreigabe ist für das Jahr 2027 vorgesehen. Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund 16 Millionen Euro. Ein Großteil der Summe wird über Fördermittel zur Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur gedeckt. Bürgermeister Thomas Beyer betont die strategische Bedeutung der Maßnahme: Eine leistungsfähige Verkehrsanbindung sei entscheidend, um den Industriestandort Wismar langfristig wettbewerbsfähig zu halten.
Wismar als Pendlerdrehscheibe
Parallel dazu bestätigen aktuelle Erhebungen die Rolle Wismars als bedeutenden Pendlerknotenpunkt in Nordwestmecklenburg. In der Region Westmecklenburg erreichte die Zahl der Auspendler zuletzt Rekordwerte. Allein in Wismar werden täglich mehr als 24.000 Pendlerbewegungen registriert. Rund 8.600 Menschen pendeln täglich in die Hansestadt ein, während über 6.500 Beschäftigte aus Wismar zu Arbeitsplätzen im Umland fahren.
Hohe Mobilität erfordert leistungsfähige Infrastruktur
Viele Fachkräfte nutzen die gute Anbindung an die Autobahnen A20 und A14, um Arbeitsorte in Schwerin, Rostock oder Lübeck zu erreichen. Gleichzeitig ziehen die Industrie- und Hafenstandorte in Wismar Beschäftigte aus dem gesamten Landkreis an. Die aktuellen Entwicklungen verdeutlichen, wie wichtig der Ausbau der Werftstraße und weitere Straßenbauprojekte sind, um den wachsenden Verkehrsfluss dauerhaft zu bewältigen.