Die winterliche Wetterlage hat sich am Freitagmorgen weiter dramatisch zugespitzt. Die Polizei warnt eindringlich vor lebensgefährlichen Straßenverhältnissen, insbesondere auf der Verbindung zwischen Wismar und Grevesmühlen, wo massiver Winddrift die Fahrbahnen immer wieder unpassierbar macht.
Ostwind treibt Schnee über die Straßen
Der anhaltend starke Ostwind fegt den lockeren Schnee ungehindert über die freien Felder. Innerhalb weniger Minuten entstehen auf der B105 und der L03 meterhohe Schneeverwehungen, die ganze Fahrbahnabschnitte blockieren können. Die Polizeiinspektion Wismar spricht von sogenannten „Snow-Out“-Situationen, bei denen die Sichtweite auf exponierten Streckenabschnitten abrupt auf wenige Meter sinkt.
Autofahrer werden dringend aufgefordert, ihre Geschwindigkeit deutlich zu reduzieren, den Sicherheitsabstand zu vergrößern und mit eingeschaltetem Abblendlicht zu fahren.
Winterdienste am Limit
Die Straßenmeistereien in Nordwestmecklenburg sind mit allen verfügbaren Kräften im Dauereinsatz. Doch der Kampf gegen die Verwehungen gleicht einem Sisyphus-Projekt: „Kaum ist eine Spur geräumt, drückt der Wind den Schnee von den Feldern wieder zurück auf den Asphalt“, so ein Sprecher des Winterdienstes.
Trotz unermüdlicher Räumarbeiten bleibt die Lage angespannt. Die Behörden raten weiterhin, auf nicht zwingend notwendige Fahrten zu verzichten und die aktuelle Verkehrslage engmaschig zu verfolgen.