In mehreren Tierheimen in Mecklenburg-Vorpommern sind junge Katzen nach plötzlichem hohem Fieber gestorben. Die Pathologie des Landesamtes für Landwirtschaft, Lebensmittelsicherheit und Fischerei Mecklenburg-Vorpommern habe zwei tote Tiere untersucht, erklärte Sprecher Stephan Goltermann auf dpa-Anfrage.
Die Befunde seien an den Tierschutzverein Waren, der die Tiere eingesendet hatte, und das Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt des Landkreises Mecklenburgische Seenplatte versendet worden.
Bei der Untersuchung stellte sich heraus, dass eine Infektion mit dem Parvovirus vorlag, auch bekannt als feline Panleukopenie (FPV), sagt Nils Carl Henke, Pressereferent des Landkreises Mecklenburgische Seenplatte.
„Diese Krankheit ist durch eine wirksame Impfung gut vermeidbar, aber das Virus ist extrem widerstandsfähig und erfordert strenge Hygienemaßnahmen“, fügt Henke hinzu. Daher seien hygienische Maßnahmen in den Tierheimen von zentraler Bedeutung, um die Einschleppung und Verbreitung der Krankheit zu verhindern.
Strenge Hygienemaßnahmen wichtig
„Dazu gehören Quarantänemaßnahmen für neu in Tierheime aufgenommene Katzen ebenso wie ein hohes Maß an Sauberkeit, Reinigungs- und Desinfektionsmaßnahmen und gegebenenfalls weitere Maßnahmen, wie zum Beispiel Hygieneschleusen“, sagt der Sprecher des Landkreises.
Tierheime seien aufgrund der räumlichen Konzentration der Katzen und der oftmals geschwächten und vorgeschädigten Tiere besonders vom Auftreten von Infektionskrankheiten wie FPV bedroht. Deshalb gehörten neben der Quarantäne, den genannten Reinigungs- und Desinfektionsmaßnahmen auch Impfungen gegen die wichtigsten infektiösen Katzenkrankheiten zum Standard. „Über ein flächendeckendes Auftreten oder Erkrankungen von privat gehaltenen Tieren haben wir keine Kenntnis“, erklärt Henke.
Übereinstimmenden Medienberichten zufolge trat die unbekannte Krankheit in mehreren Tierheimen im Bundesland auf, in Malchow, Neustrelitz und in Wolgast. Dort hätten die jungen Katzen plötzlich sehr hohes Fieber bekommen und seien kurz darauf gestorben. Tierärzte hätten nicht helfen können.