Der beschädigte Brunnen in der Wismarer Krämerstraße soll nach aktuellem Stand bis Ostern wieder instand gesetzt werden. Das teilte ein Sprecher der Stadtverwaltung mit. Zwischenzeitlich kursierende Spekulationen über eine mögliche Neugestaltung weist die Stadt zurück: Der Brunnen werde nach der Reparatur genauso aussehen wie zuvor. Ein Gutachter hat den Schaden in dieser Woche vor Ort begutachtet. Angaben zur Schadenshöhe liegen bislang nicht vor.
Unfall bei Verfolgungsjagd führte zu schweren Schäden
Auslöser für die Beschädigungen war eine spektakuläre Verfolgungsjagd am frühen Morgen des 22. November vergangenen Jahres. Ein 18-jähriger Autofahrer war der Polizei aufgefallen, nachdem er den Kreisverkehr am Rothentor in falscher Richtung befahren hatte. Als die Beamten das Fahrzeug kontrollieren wollten, flüchtete der Fahrer mit hoher Geschwindigkeit in Richtung Innenstadt.
Mit 100 km/h durch die Fußgängerzone
Nach Angaben der Polizei missachtete der junge Mann mehrere rote Ampeln und raste mit rund 100 km/h durch die Fußgängerzone. Die Fahrt endete schließlich am Brunnen in der Krämerstraße, mit dem das Auto kollidierte. Dabei wurden zwei schwere Marmorstücke aus dem Bauwerk herausgebrochen.
Ermittlungen gegen 18-Jährigen laufen weiter
Ein Atemalkoholtest ergab bei dem Fahrer einen Wert von 1,7 Promille. Der Führerschein wurde noch vor Ort beschlagnahmt. Gegen den 18-Jährigen wird wegen Gefährdung des Straßenverkehrs sowie eines verbotenen Kraftfahrzeugrennens ermittelt. Ob es zu einer Anklage kommt, ist laut Polizei derzeit noch offen.